Sa. 7.9. + Mi. 11.9. / 18:00

Mo. 9.9. / 20:30

Di. 10.9. / 18:00 * mit Gästen vom „Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen“

Push - Für das Grundrecht auf Wohnen / GENTRIFIZIERUNG

„Das erste Zeichen, dass du aus deinem Viertel gepusht wirst, sind die Vintage-Läden“, sagt Gastwirt Michael in Toronto, „ dann steigen die Mieten, und dann müssen alle gehen“, prophezeit er. Warum allein in Toronto die Immobilienpreise in 30 Jahren um 425% gestiegen sind, fragt Regisseur Fredrik Gertten in dieser Dokumentation. Er begleitet Leilani Farha, UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Wohnen, in Barcelona, Stockholm, London und New York, wo die Investmentgesellschaft Blackstone ganze Stadtviertel aufkauft. Sind die Häuser erstmal in ihren Händen, können die Investoren zocken, sagt Ökonom Joseph Stiglitz, der neben Mafia-Experte Roberto Saviani und Soziologin Saskia Sassen zu Wort kommt. Bewohner zwischen Valparaíso und Berlin erzählen Leilani von der Kehrseite des Runs auf das „Betongold“: Häuser verrotten, bis 90% Mietanstieg, Zwangsauszug. „Ich glaube, es gibt einen Riesenunterschied zwischen Wohnen als Handelsware und Gold als Handelsware, sagt Leilani, „Gold ist kein Menschenrecht, Wohnen schon.“ Durchsetzen kann sie es nicht, aber den Finger in die Wunde legen.

Schweden 2019, Regie: Fredrik Gertten, 92 Min., OmU

Mehr zum "Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen": www.diakonie-bremen.de/aktionsbuendnis

Zum Weiterlesen:

Wenige Themen bewegen aktuell so viele Menschen so sehr wie die steigenden Mietpreise, Verdrängung aus Innenstädten, Mietwucher. Genau im richtigen Moment kommt daher „Push - Für das Grundrecht auf Wohnen“ ins Kino, in dem der schwedische Regisseur Fredrik Gertten viele Facetten des Themas umkreist. Betont parteiisch zwar, aber in jedem Fall zu Diskussionen anregend. www.programmkino.de

Film der Woche: „Push“Das Menschenrecht auf Wohnen. www.deutschlandfunk.de