Do. 5.9. bis Mo. 9.9. / 20:00;

Di. 10.9., Mi. 11.9., Sa. 14.9., So. 15.9. + Mo. 16.9. / 17:45

Matinée: So. 8.9. / 11:00

The Whale & The Raven / BEDROHTE NATUR

Sind Wale Individuen mit der Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und Intelligenz? Janie Wray und Hermann Meuter sind davon überzeugt. In enger Zusammenarbeit mit der Gitga’at First Nation dokumentieren die beiden Walforscher seit 15 Jahren das Verhalten von Orcas, Buckel- und Finnwalen an der einsamen Westküste Kanadas.

Doch die Öl- und Gasindustrie hat die Region seit langer Zeit im Blick. Nach einem zehnjährigen Kampf haben sich die Gitga’at First Nation dem Druck von Industrie und Regierung gebeugt und einer Tankerroute für den Transport von Flüssiggas (LNG) durch ihr Gebiet zugestimmt. So soll in der kleinen Küstenstadt Kitimat, nur 70 Meilen von den Forschungsstationen der Walforscher entfernt, eine gigantische Exportanlage entstehen. Von hier aus sollen Supertanker das Gas durch die stille Fjord-Landschaft nach Asien exportieren. Was die Tankerroute für die Wale bedeuten wird, ist nicht absehbar. Mit intensiven Bildern taucht der Film in die Welt der Wale ein und entführt den Zuschauer in ein einzigartiges Biotop. In ihrem Film wirft Regisseurin Mirjam Leuze die Frage auf, ob wir Menschen das Recht haben, die Welt ausschließlich nach unseren Bedürfnissen zu formen. Was wäre, wenn Selbstwahrnehmung, Mitgefühl und Denken nicht ausschließlich menschliche Fähigkeiten wären?

CAN/D 2019, Regie: Mirjam Leuze, 101 Min., engl. OmU

Zum Weiterlesen:

»The Whale and the Raven ist ein Plädoyer dafür, sich die Natur wieder mit anderen Wesen zu teilen, sie zu respektieren und als gleichwertig anzusehen. Das Beispiel hierfür mögen die Wale sein, die uns in ihrem sozialen Verhalten ähnlicher sind, als wir vielleicht denken. Die uns womöglich sogar überlegen sind, so sagt zumindest Hermann. Die wunderbaren Aufnahmen einer vergleichsweise unberührten Natur rütteln aber ganz allgemein an unserem Gewissen, die Schönheit der Welt nicht allein aus wirtschaftlichen und egoistischen Gründen aufs Spiel zu setzen, denn langfristig verlieren wir damit mehr, als uns lieb ist.« (Vollständige Kritik / Oliver Armknecht, film-rezensionen.de)

 »Passt perfekt in die Zeit, in der Schüler massenhaft für den Klimaschutz auf die Straße gehen.« (Vollständige Kritik / Philipp Seidl, Münchner Abendzeitung)