Mo. 2.9. / 20:00 * mit Diskussion

Heimat am Rande / AMNESTY INTERNATIONAL

Wie lebt man als palästinensische Minderheit in Israel? Der Filmemacher Wisam Zureik - selbst ein in Israel geborener Palästinenser - bietet mit seinem Film einen aufschlussreichen und anregenden Einblick in die Lebensumstände der Protagonisten. Noman ist 18 und lebt in dem arabischen Dorf Wade el Neam in der israelischen Halbwüste. Der Staat Israel erkennt dieses Dorf nicht an, ebenso wie weitere 39 Dörfer. Über 100.000 Menschen haben so keinen Zugang zu Wasser, Strom, Straßen oder auch Bildung. Denn gemäß dem Nationalstaatsgesetz Israels sind nur Juden und Jüdinnen StaatsbürgerInnen mit allen Rechten. Gamileh aus Arrabeh in Nordisrael hat ihren 17-jährigen Sohn Asiel im Jahr 2000 verloren. Als Aktivist der Friedensorganisation „Seeds of Peace“ wurde er während einer Demonstration im Jahr 2000 vor ihren Augen von israelischen Polizisten erschossen. Taisier aus Akka am Mittelmeer ist mit einer Palästinenserin aus dem Westjordanland verheiratet. Obwohl sie eine Aufenthaltserlaubnis für Israel hat, besitzt sie in Israel kaum Rechte. Dabei wollen sie nur eines: Ein würdevolles Leben mit ihren gemeinsamen Kindern führen.

Buch & Regie: Wisam Zureik, 52 Min., arab. OmU

In Kooperation mit Amnesty International Bremen.