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Do. 7.9. bis Mo. 11.9. + Mi. 13.9. / 20:00

Gottes zerstreute Funken – Jüdische Mystik bei Paul Celan

Der jüdische Dichter Paul Celan ist heute vor allem durch sein monumentales Gedicht „Die Todesfuge“ bekannt. Nach dem Holocaust, in dem auch seine Eltern ermordet wurden, war es ihm nicht möglich, weiter an einen allmächtigen und gütigen Gott zu glauben. Dennoch blieb er geprägt von der Kabbala, wie sie vor allem vom chassidischen Judentum überliefert wurde. Dazu gehört die Vorstellung, dass Gottes Licht in der Dunkelheit der Welt noch in der Form vielfältig verstreuter Funken leuchtet, an denen sich der Mensch orientieren kann. Der Film spürt Celans Interesse an diesem spirituellen Weltbild nach und begibt sich an zentrale Orte und Landschaften seiner Biographie.
“Rüdiger Sünner hat einen sehr anrührenden und poetischen Film geschaffen, der die Gratwanderung besteht, Celans Lebensweg und sein Werk in Bilder zu übersetzen, die weder streng dokumentarisch noch metaphorisch zu sehr aufgeladen sind.” (Hagalil.com)

D 2016, Regie: Rüdiger Sünner, mit Rüdiger Sünner, Hans-Peter Bögel, 67 Min.

Trailer auf
https://www.youtube.com/watch?v=Lo6MyuPAxm0

Informationen auf der Homepage des Regisseurs:
http://www.ruedigersuenner.de/celanfilm.html

Radiogespräch mit dem Filmemacher auf
http://www.kultradio.eu/2017/03/29/gottes-zerstreute-funken/