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Do. 7.9. – So. 10.9. / 18:00
Mi. 13.9. / 20:30

Ana, mon amour

Ana und Toma studieren zusammen Literatur an einer rumänischen Uni und werden schnell ein Paar. Die beiden Liebenden sind sich so nah und doch irgendwie fern. Ana leidet unter einer psychischen Erkrankung, Toma verteidigt sie vor allen, versucht, sie zu schützen und ihr alles zu geben, was sie braucht. Er kreist um Ana, die er liebt, und schließlich heiraten sie. Nach und nach verliert Toma sich selbst aus den Augen. Als Ana schließlich beginnt, mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen und sich alleine besser zurecht zu finden, stürzt Toma in ein tiefes Loch.
Calin Peter Netzer schafft mit ANA, MON AMOUR das Porträt einer Beziehung, in der beide Partner die höchsten Anstrengungen unternehmen, mit dem Leben, mit sich und mit dem anderen klarzukommen. In der Montage stehen dabei die Augenblicke des Glücks, der Nähe und des entspannten Daseins losgelöst von der Chronologie der Beziehung neben den Momenten der Verzweiflung und des Scheiterns. „Gegenstand des Films ist weniger der Zerfall von Tomas Beziehung zu Ana als vielmehr die eigentliche Unmöglichkeit, eine Beziehung richtig aufzubauen“, so Netzer. Dana Bunesco, Schnittmeisterin des Films, erhielt für die herausragende künstlerische Leistung den Silbernen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2017.

RUM /F / D 2017, Regie: Călin Peter Netzer, mit Mircea Postelnicu, Diana Cavallioti, 127 Min., OmU 

Do. 14.9. / 20:30
Fr. 15.9. bis So. 17.9. / 18:00

Act! Wer bin ich?

„Wer bin ich? Wer ich auch bin, ich bin ich.“ Die Lehrerin Maike Plath hatte 17 Jahre Berufserfahrung, als sie an eine Hauptschule in Neukölln wechselte. Hier wurde sie zunächst überhaupt nicht von den Schüler*innen akzeptiert oder ernst genommen. Ihre Idee war: Theater! Doch auch das gestaltete sich, aufgrund des fehlenden Zusammenhangs und Interesses, eher schwierig. Bis klar wurde: Sobald die Schüler*innen merken, es geht um sie, es geht um persönliche Geschichten und individuelle Erfahrungen, ist die Neugier geweckt. Denn wenn man sein Leben lang als „Problem“ abgestempelt in eine vorgegebene Richtung läuft, bleibt die individuelle Entfaltung auf der Strecke. Rosa von Praunheim zeigt, dass Maike Plaths pädagogisches Konzept Erfolg hat. Aus den Problemschüler sind selbstbewusste, reflektierende Mittzwanziger geworden, die Ziele haben und ihren Weg gehen.

D 2017, Regie: Rosa von Praunheim, mit Maike Plath, Christoph Frieß, Josef Attanjaoui, Aylin Rohn, Ali Brown, Walid Al-Atiyat, 87 Min.

Mi. 20.9. / 20:30 * mit Regisseur
Mo. 25.9. / 18:00; Do. 28.9. bis Sa. 30.9. / 20:00

The End of Meat

Als das Hausschwein Esther darauf wartet, dass für sie ein Stück Speck aus der Pfanne fällt, ist es um Steve und Derek geschehen: Fleisch kommt bei ihnen ab sofort nicht mehr auf den Tisch. Aber wie könnte eine Zukunft aussehen, in der wir kein Fleisch mehr essen? Oder überhaupt keine Produkte mehr konsumieren, für die Tiere ausgebeutet werden? In seinem Dokumentarfilm besucht Marc Pierschel die Kanadier Steve und Derek mit ihrem Hausschwein, trifft die Pioniere der veganen Revolution in Deutschland und reist in die erste vegetarische Stadt Indiens. Auf dem Weg zu einer fleischfreien Gesellschaft gibt es viele offene Fragen: Was tun mit den vielen Millionen Nutztieren, die auf der Welt leben? Wie wird künstliches Fleisch hergestellt? Wovon soll sich die Menschheit ernähren, wenn Fleisch als Lebensmittel wegfällt? Und wie hängen Ausbeutung und Unterdrückung von Tieren mit der Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen zusammen?

D 2017, Regie: Marc Pierschel, 96 Min.

Webseite des Films:
http://www.theendofmeat.com/

Regisseur Marc Pierschel im Interview mit vegannews.de:
http://www.vegan-news.de/the-end-of-meat/