Do. 18.10. + Mo. 22.10. / 18:00

Mi. 24.10. / 21:00

Do. 25.10. + Sa. 27.10. bis Mi. 31.10. / 17:45

Sweet Country / RASSISMUS IN AUSTRALIEN

Australien im Jahr 1929: Der Aborigine Sam Kelly arbeitet beim Priester Fred Smith. Das Land war einst das ihrer Familie und Vorfahren, nun hausen sie in einem kleinen Verschlag neben Smiths Haus. Immerhin ist Fred freundlich und misshandelt sie nicht. Sie sind hier Menschen, wenn auch zweiter Klasse. Aber immerhin kein Vieh, so wie andere Siedler „ihre Schwarzen“ behandeln.

Als der herrische Harry Marsh von der Westfront zurückkehrt, wird dieser zum neuen Bahnhofsbetreiber ernannt und Sam soll mit seiner Frau und seiner Tochter einen Vorposten renovieren. Doch Harry entpuppt sich als ein kranker und verbitterter Mann. Während einer heftigen Schießerei schließlich muss Sam Harry in Notwehr töten. So wird Sam zum Mörder eines weißen Mannes. Ihm bleibt dem erfahrenen Buschmann Sam nichts anderes übrig, als mit seiner schwangeren Frau in das lebensfeindliche Outback zu fliehen. Als die Gesundheit seiner schwangeren Frau in Gefahr ist, gibt Sam jedoch auf. In der Stadt wird ihm der Prozess gemacht.

Thornton (Samson and Delilah, Camera D’Or 2009 in Cannes) legt erneut seinen Fokus auf die menschenverachtenden Politik Australiens und die Folgen des Kolonialismus für dessen UreinwohnerInnen. „Im so kargen wie pittoresken Panorama von Sand- und Salzwüste verschweißt Regisseur Warwick Thornton Western-Motive mit einer Meditation über einen gescheiterten Übergang in die Moderne.“ (programmkino.de)

AU 2017, Regie: Warwick Thornton, mit Bryan Brown, Hamilton Morris, Ewen Leslie, 113 Min., OmU