ZWEITE CHANCE

Viele Filme sind schneller wieder aus dem Kino, als es den Zuschauern lieb ist. Hier kriegen Filme und die Zuschauer, die sie verpasst haben, ihre zweite Chance auf eine Begegnung im Kino.

Di. 1.10. + Mi. 2.10. / 17:45

Do. 3.10. + Sa. 5.10. / 20:00

So. 6.10. / 20:30

Leid und Herrlichkeit / ZWEITE CHANCE

Für Salvador Mallo ist das Filmemachen alles im Leben. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für das große Kino und die Geschichten, die es erzählt. Aufgewachsen im Valencia der 1960er Jahre, liebevoll aufgezogen von seiner Mutter, die sich ein besseres Leben für ihn wünscht, zieht es ihn in den 1980er Jahren nach Madrid. Dort trifft Salvador auf Federico, eine Begegnung, die sein Leben von Grund auf verändern wird.

Gezeichnet von seinem exzessiven Leben blickt Salvador im Alter nun auf die Jahre zurück, in denen er als Regisseur große Erfolge feierte, schmerzliche Verluste hinnehmen musste, aber auch zu einem der innovativsten und erfolgreichsten Filmschaffenden in Spanien wurde. Durch die Reise in seine Vergangenheit und die Notwendigkeit diese zu erzählen, findet Salvador den Weg in ein neues Leben.

Dem bekanntesten spanischen Filmregisseur Pedro Almodóvar gelingt ein faszinierendes Vexierspiel zwischen Fiktion und autobiographischer Wahrheit. »Mit „Leid und Herrlichkeit“ kommt er nun, wenn auch in leiserer Manier, mit Wucht wieder zurück ins Kino. Wie sehr man ihn vermisst hat, merkt man schon in der ersten Sekunde des Films.« (Kino-Zeit)

Dolor Y Gloria - E 2019, Regie: Pedro Almodóvar, mit Antonio Banderas, Penélope Cruz, Raúl Arévalo, Cecilia Roth, Leonardo Sbaraglia, Asier Flores, 114 Min., span. OmU

Auszeichnungen

2019 Cannes Int. Filmfestspiele – Bester Hauptdarsteller (Antonio Banderas)

2019 Nominiert für Cannes Int. Filmfestspiele – Goldene Palme (Pedro Almodóvar)

 

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» Dass die krassen, knalligen, überzogenen, herrlich queeren Tage des Filmemachers vielleicht vorbei sind, ist schade. Doch dieser neue, kontemplative Blick, er hat etwas. Ein Hauch von altem Kino weht in ihm. Ein Fellini, ein Bergman, eine Monroe, eine Taylor, sie alle vereinen sich in diesem stilleren Almodóvar, der das Kino noch immer mit seiner Leidenschaft bereichert. Hoffen wir also, dass dieser Film nicht sein Schwanengesang ist. Hoffen wir auf weniger Leid und noch ein bisschen mehr almodóvarsche Herrlichkeit.« (Kino-Zeit)

»Mit dieser autofiktionalen Geschichte […] gelingt Pedro Almodóvar ein Geniestreich.« (epd-Film)