So. 27.10. / 11:00 * mit Regisseur Christian Petzold (via Skype)

Mo. 28.10. / 20:30

Mi. 30.10. / 17:45

Transit / GLOBALE LITERATUR

Paris, 1942. Gerade so entkommt der aus einem Arbeitslager flüchtige Georg den Nazis, indem er die Identität des toten Schriftstellers Weidel annimmt und sich nach Südfrankreich absetzt, in der Hoffnung, dort auf politisch Gleichgesinnte zu stoßen. Marseille wird zum vorübergehenden Transitort, wo die Menschen darauf warten, dass ihr Leben endlich weitergehen kann. Hier trifft Georg auf Marie, die ausgerechnet die junge Witwe von Schriftsteller Weidel ist. Sie wartet verzweifelt auf die immer unwahrscheinlichere Ankunft ihres Ehemannes. Die beiden in Marseille Gestrandeten beginnen eine leidenschaftliche Affäre, und es wäre ein leichtes, als Weidel getarnt mit Marie auszuwandern, doch etwas hält Georg zurück. Und Marie kann die Hoffnung nicht aufgeben, doch irgendwann ihren Ehemann wieder zu finden.

„“Transit“ ist kein Kostümfilm. Niemand trägt darin ein Kleid oder fährt ein Auto von 1941. Die Fassaden, die Stoffe, die Technik sind auf dem Stand von heute (wenn man vom Luftraum absieht, der für die Erzählung gesperrt ist). Damit stürzt ein ganzes altvertrautes Kinogenre in sich zusammen. Die fleißigen Rekonstrukteure der großen Studios, die Szenen-, Kostüm- und Maskenbildner, deren Gewerbe derzeit wieder mächtig blühen, würden allesamt arbeitslos, wenn es nach „Transit“ ginge. Man kann die Wirkung dieses filmischen Großversuchs nicht hoch genug einschätzen. Alles, worauf die Branche hoffen konnte, war, dass der Trick bei Petzold nicht funktioniert. Aber er klappt." FAZ-Transit

D/F 2018, Regie: Christian Petzold, mit Franz Rogowski, Paula Beer, 101 Min.


In Kooperation mit Globale Literaturfestival

Zum Weiterlesen:


Website:
transit-der-film.de


Kritiken:

“„Transit“ ist kein Kostümfilm. Niemand trägt darin ein Kleid oder fährt ein Auto von 1941. Die Fassaden, die Stoffe, die Technik sind auf dem Stand von heute (wenn man vom Luftraum absieht, der für die Erzählung gesperrt ist). Damit stürzt ein ganzes altvertrautes Kinogenre in sich zusammen. Die fleißigen Rekonstrukteure der großen Studios, die Szenen-, Kostüm- und Maskenbildner, deren Gewerbe derzeit wieder mächtig blühen, würden allesamt arbeitslos, wenn es nach „Transit“ ginge. Man kann die Wirkung dieses filmischen Großversuchs nicht hoch genug einschätzen. Alles, worauf die Branche hoffen konnte, war, dass der Trick bei Petzold nicht funktioniert. Aber er klappt." FAZ-Transit

“"Wir verlieben uns, hoffen, fühlen uns schuldig und finden Trost – egal wo wir sind", sagt Petzold über diese Bedeutung von Transit. Womöglich macht es das so einfach, mit Georg und Marie und all den anderen Geflüchteten mitzufühlen.” ZEIT-Transit