Di. 1.10. / 19:45 * mit Vortrag & Diskussion
Gast: Regisseurin Susanne Brahms (Radio Bremen), Moderation: Christine Wicki-Distelkamp (Bremer Frauenmuseum)

Als Mutti arbeiten ging / 70 JAHRE GLEICHBERECHTIGUNG

Vor 70 Jahren wurde die Gleichberechtigung von Frau und Mann im Grundgesetz der BRD und in der Verfassung der DDR festgelegt. Die reale Umsetzung fand in beiden Staaten jedoch sehr verschieden statt. Es dauerte lange, bis die Rechtslage und die Gesellschaft das Gesetz umsetzte. Das Ideal der perfekten Hausfrau aus den 1950er Jahren - sie hatte schön zu sein, die Kinder geräuschlos großzuziehen und den Haushalt so zu führen, dass der Mann wenig davon mitbekam - hielt sich in der BRD bis in die 1970er hartnäckig. In der DDR wurde die Gleichberechtigung wesentlich zügiger umgesetzt. Nur Hausfrau zu sein, war fast peinlich, denn der junge sozialistische Staat brauchte die Arbeitskraft der Frauen und Mütter.

In der Radio-Bremen-Dokumentation „Als Mutti arbeiten ging" erzählen drei Generationen Ost und drei Generationen West – Großmutter, Tochter, Enkelin – von ihren Erfahrungen. Anschaulich wie eindringlich decken sie auf, in welchen Lebensbereichen es Fortschritte gab, aber auch, wo es immer wieder oder immer noch keine Gleichberechtigung gibt.

D 2019, Regie: Susanne Brahms

In Kooperation mit dem Bremer Frauenmuseum und mit freundlicher Unterstützung von Radio Bremen.

Zum Weiterlesen

Mehr zum Film: www.radiobremen.de

„Siebzig Jahre Gleichberechtigung im Grundgesetz: Es sind die – sehr, sehr unterhaltsamen – Originalaufnahmen und es ist das Reflektieren dieser Aufnahmen, die Susanne Brahms’ und Rainer Krauses Filmdokumentation „Als Mutti arbeiten ging“, produziert für Radio Bremen, so sehenswert machen, auch wenn man im Großen und Ganzen weiß, wie die Dinge vonstatten gingen. Man sieht hier, wie lahm es ging. Beziehungsweise wie rasend schnell." Frankfurter Rundschau