Do. 5.10. / 18:00
Fr. 6.10., So. 8.10. + Mo. 9.10. / 20:30

Felicité

Felicité, eine selbstbewusste und unabhängige Frau, arbeitet als Sängerin in einer Bar in Kinshasa. Wenn sie auf der Bühne steht und sich in ihren kraftvollen Melodien verliert, scheint der beschwerliche Alltag für sie und das von ihr begeisterte Publikum vergessen. Als ihr Sohn jedoch nach einem Motorradunfall im Krankenhaus liegt und dringend operiert werden muss, versucht Felicité alles, um das dafür nötige Geld aufzutreiben. Verzweifelt zieht sie durch die ärmlichen Straßen und die wohlhabenderen Bezirke der kongolesischen Hauptstadt auf der Suche nach einer Lösung. Ausgerechnet Tabu, einer der trinkfesten Stammgäste der Bar, bietet ihr seine Hilfe an. Eine grandiose Hauptdarstellerin, ein hypnotischer Soundtrack und eine feinfühlig erzählte Geschichte machen „Felicité“ zu einem Film, „der das Versprechen von Kino einlöst: in fremde Welten zu verführen" (Die Zeit). Die Filmmusik stammt von den legendären Kasai Allstars aus Kinshasa. Ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Jury, dem Silbernen Bären auf der Berlinale 2017.

F/SEN/B/D/LIBN 2017, Regie: Alain Gomis, mit Véro Tshanda Beya, Gaetan Claudia, Papi Mpaka, 123 Min., OmU

Mehr zum Film:
Regisseur Alain Gomis im Interview auf filminrevolt.org (auf englisch):
www.filminrevolt.org/interviewalaingomis/

Filmkritik auf ttt - titel thesen temperamente:
www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/ttt-berlinale-goldener-baer-gewinner-100.html

Mi. 11.10., Sa. 14.10. bis Mo. 16.10. / 20:00

Conny Plank – The Potential of Noise

Hinter dem Namen Konrad „Conny“ Plank verbirgt sich einer der innovativsten Klanggestalter und Musikproduzenten seiner Zeit. Er war der Pionier des Krautrock und Wegbereiter der elektronisch geprägten Popmusik, unter anderem verantwortlich für den Sound von NEU!, Kraftwerk, Brian Eno, Ultravox, bis hin zu den Eurythmics und Gianna Nannini. Als Conny Plank 1987 im Alter von nur 47 Jahren starb, war sein Sohn Stephan gerade mal 13 Jahre alt. 25 Jahre später macht sich dieser nun zusammen mit Co-Regisseur Reto Caduff auf die Suche nach dem Mann, den er als Kind nur hinter dem Mischpult erlebte. Mit unveröffentlichtem Archivmaterial und persönlichen Interviews mit Planks musikalischen Weggefährten zeichnen sie ein emotionales Porträt des legendären Klangkünstlers, das auch zu einer faszinierenden Reise durch die nationale und internationale Popmusikgeschichte der 70er und 80er Jahre wird.

D 2017, Regie: Reto Caduff & Stephan Plank, mit Dave Stewart, Michael Rother, Annette Humpe, Gianna Nanni u.a., 92 Min., teilw. OmU

Mehr zum Film:
Interview mit Stephan Plank im Deutschlandfunk:
www.deutschlandfunk.de/dokumentarfilm-ueber-conny-plank-sehr-viel.807.de.html

Webseite des Films:
www.conny-plank.de

Zum Künstler Conny Plank:
https://www.groenland.com/artist/conny-plank/

Fr. 27.10., So. 29.10. + Di. 31.10. / 18:00
Mo. 30.10. / 20:30

Daniel Hope – Der Klang des Lebens

Seit Jahren gilt Daniel Hope als einer der bedeutendsten und vielseitigsten Geigenvirtuosen der Welt. Geboren in Südafrika hatte der Junge teils irische und teils deutsch-jüdische Vorfahren. Die Eltern seiner Mutter waren gerade noch rechtzeitig aus Nazideutschland geflüchtet, aber auch im Land der Apartheid hielt es die Familie nicht lange. Sie emigrierte in die Schweiz und dann nach London. Dort fand die Mutter Eleonor als langjährige Assistentin und Managerin des Jahrhundertgeigers Yehudi Menuhin ihren Platz. Bereits mit dreieinhalb Jahren begann der kleine Daniel, unter der Anleitung und Förderung Menuhins das Spiel auf der Violine zu erlernen. Heute ist er Musikdirektor des Zürcher Kammerorchesters und lebt in der Stadt seiner Vorfahren, in Berlin. „Einfühlsam zeigt die sehenswerte Doku wie der Wunsch, Dingen auf den Grund zu gehen, ob es die Familiengeschichte ist oder Mendelssohns Violinkonzert, den Charakter des virtuosen Geigers prägt“ (Luitgard Koch / programmkino.de).

D 2017, Regie: Nahuel Lopez, mit Daniel Hope, Zamira Menuhin, Menahem Pressler, Zakhar Bron, 100 Min., teilw. OmU

Webseite von Daniel Hope:
www.danielhope.com

Kritiken von Luitgard Koch und Michael Meyns auf programmkino.de:
https://www.programmkino.de/content/Filmkritiken/daniel-hope-der-klang-des-lebens/