Do. 8.11. / 20:30

Di. 13.11. / 18:00

Rear Window – Das Fenster zum Hof / MEISTERWERKE

Fotograf Jeff ist durch einen Beinbruch an Haus und Rollstuhl gefesselt. Aus Langeweile beobachtet er Tag und Nacht das Haus auf der gegenüberliegenden Hofseite. Als Jeff meint, einem Mord auf der Spur zu sein, glaubt ihm nur seine Freundin Lisa.

In wenigen, knappen Einstellungen legt Alfred Hitchcock bereits in den ersten Sekunden das vollständige Setting seines Films offen: Der Innenhof, ein scheinbar geschlossenes soziales System, die Menschen in ihm, ihr Handeln und der Protagonist inmitten eines geschäftigen Treibens. Hitchcock inszeniert das Beobachten des Beobachters. Er zeigt, was der Blick auslöst, stellt die Reaktionen des Betrachters heraus und führt uns damit unsere eigenen Reaktionen vor.

Der Film beschränkt seinen Raum auf einen einzigen Schauplatz: den Hof hinter Stewarts Appartement. Und er beschränkt (von einer Ausnahme abgesehen) seine Perspektive auf den Blick des Helden. Diese Beschränkung, so Hitchcock selbst, „bot die Möglichkeit, einen vollkommenen filmischen Film zu machen. Da war der unbewegliche Mann, der nach draußen schaut. Das ist das erste Stück des Films. Das zweite Stück lässt in Erscheinung treten, was der Mann sieht, und das dritte zeigt seine Reaktion. Das stellt den reinsten Ausdruck filmischer Vorstellung dar, den wir kennen." (www.filmzentrale.de)

Das Fenster zum Hof - USA 1954, Regie: Alfred Hitchcock, mit James Stewart, Grace Kelly, 112 Min., OmU