Mo. 12.11. / 20:30 * mit Regisseur Hans-Erich Viet

Der letzte Jolly Boy / JAHRHUNDERTBIOGRAFIEN

»Der letzte Jolly Boy« ist eine dokumentarische Reise deutsche und polnische Geschichte und Gegenwart – mit einem Mann, der als Jugendlicher mit seiner „Boygroup“, den ‘Jolly Boys’, amerikanischen Swing interpretierte. Als Einziger seiner Familie überlebte Leon Schwarzbaum, geboren 1921 in Hamburg und aufgewachsen im polnischen Bezin, das dortige Ghetto. In Bobrek, einem Außenlager von Auschwitz, leistete er Zwangsarbeit für Siemens. Er überlebte Auschwitz-Birkenau, Buchenwald und Haselhorst – sowie die Todesmärsche von Auschwitz nach Gleiwitz und von Sachsenhausen nach Schwerin. Im letzten Auschwitz Prozess gegen den ehemaligen SS Mann Reinhold Hanning war Schwarzbaum einer der Zeugen bzw. Nebenkläger. Mehrfach fährt der inzwischen 97-Jährige wieder nach Auschwitz, um zu begreifen, was nicht zu verstehen ist.

D 2018, Regie: Hans-Erich Viet, mit Leon Schwarzbaum, Rabbi Rothschild, Thomas Walther, Zenon Solarcyk, Janina Jekamiuk uva., 105 Min., Dokumentarfilm

Ob im Gefängnis, in Auschwitz vor Jugendlichen aus Israel oder in einer Fernseh-Talkshow: Wenn Leon Schwarzbaum gefragt wird, ob er über sich erzählen möchte, tut er das unverblümt.«
(Vollständiger Artikel / NDR)