Sa. 2.11. / 18:00

So. 3.11. + Mo. 4.11. / 17:30

Mi. 6.11. / 20:00

Do. 7.11., Sa. 9.11. bis Mo. 11.11. / 20:30

Das Kapital im 21. Jahrhundert / NEU IN BREMEN

„Der französische Vordenker unter den Ökonomen, Thomas Piketty, hat mit seinem internationalen Bestseller „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ zu einer weltweiten Debatte über globale Ungleichheit inspiriert. Piketty bricht dabei mit der weit verbreiteten Annahme, dass die Anhäufung von Kapital immer auch mit sozialem Fortschritt einhergeht.

Für seinen Dokumentarfilm hat Regisseur Justin Pemberton etliche namhafte Denker wie Faiza Shaheen, Gillian Tett und Joseph Stiglitz interviewt, um Pikettys These auf filmische Weise zu interpretieren und um darzustellen, wie das Kapital sich bewegt, wie es die Gesellschaft manipuliert und wer davon profitiert. Flankiert von Interviews mit Wirtschafts- und Finanzexperten sowie Historikern zieht er die scharfen Trennlinien im Verhältnis zwischen Arm und Reich nach, vom Feudalismus über französische Revolution, Kolonialismus und Weltwirtschaftskrise bis ins Heute – und darüber hinaus. Der Film stellt jedoch nicht nur Fakten nebeneinander, sondern verknüpft sie mit zahlreichen popkulturellen Referenzen – von Wall Street bis zu den Simpsons. Pemberton deckt dabei den Betrug im Kern der Weltwirtschaft auf und fordert ein radikales Umdenken. Eine Zeitreise von der Französischen Revolution über zwei Weltkriege bis hin zum Internetzeitalter.“ (tip Berlin)

Capital in the Twenty-First Century - F/ NZL 2019, Regie: Justin Pemberton, Thomas Piketty, 104 Min., engl frz. OmU

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„Dass die aktuellen Entwicklungen, das Gefühl vieler Menschen - egal ob begründet oder nicht - dass sie abgehängt werden, dass es ihnen nicht mehr so gut geht, wie gehofft, auch zum Erstarken von Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit beitragen, ist ein zusätzlicher Aspekt. Der wie vieles andere in den kaum 100 Minuten von „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ nur gestreift wird. Manch anderes wird ähnlich kurz abgehakt, Zusammenhänge werden verkürzt, aber wie könnte es anders sein. Doch im Kern ist Justin Pemberton ein mitreißender, bemerkenswert undogmatischer Film gelungen, der im Gegensatz zu manch anderem kapitalismuskritischen Film jüngerer Vergangenheit nicht vom ersten Moment an so tut, als würde er und nur er die Wahrheit kennen“ Michael Meyns, Programmkino.de

 

Verleih: Studiocanal.de

Do. 7.11. + Sa. 9.11. / 17:30

Fr. 8.11. + So. 10.11 / 20:00

Mo. 11.11. + Di. 12.11. / 18:00

Mi. 13.11. / 15:00 + 20:30

Nachmittagskino: Mi. 13.11. / 15:00 * Eintritt mit einem Pott Kaffee inklusive

Es hätte schlimmer kommen können - Mario Adorf / NEU IN BREMEN

Für Mario Adorf hätte es tatsächlich nicht besser kommen können: Zusammen mit Dominik Wessely blickt der nun fast 90-jährige europäische Filmstar zurück auf sein bewegtes Leben. Gemeinsam bereisen sie die wichtigsten Stationen seines Werdegangs, so zum Beispiel die alte Heimat in der Eifel oder die Münchner Kammerspiele. Hier schwänzte der junge Adorf oft den Unterricht, um bei den Proben zuzuschauen und eventuell eine Rolle zu ergattern. Oft wurde er als Bösewicht besetzt, seine Stunts machte er notgedrungen selbst, da es immer an einem seiner Gestalt ähnelnden Double fehlte. Später vermehrt als Charakterdarsteller inszeniert, zählt Mario Adorf wohl zu den bekanntesten deutschen Schauspielern der letzten 60 Jahre. Reminiszierend gewährt er hier und da einen ungewohnt privaten Einblick hinter die Kulissen der schillernden öffentlichen Persönlichkeit.

D 2019, Regie: Dominik Wessely, mit Mario Adorf, Senta Berger & Margarethe von Trotta, 98 Min.

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Ein absolut sehenswertes Biopic: Mario Adorf erweist sich als sympathischer Geschichtenerzähler und geht gemeinsam mit dem Publikum auf die Reise durch sein langes Schauspielerleben.
Dominik Wessely ist eine wunderbar unterhaltsame, liebevoll gestaltete Dokumentation gelungen – nicht nur als Porträt, sondern auch als vergnüglicher Ausflug in die Filmgeschichte eine ganz dicke Empfehlung! Gaby Sikorski www.programmkino.de

Berlinale-Special: Berlinale

Sa. 16.11., So. 17.11. + Mi. 20.11. / 20:30

Mo. 18.11. + Di. 19.11. / 18:00

PJ Harvey - A Dog Called Money / NEU IN BREMEN

PJ Harvey, Ikone der englischen alternativen Szene, ist auf dem Weg Themen, Texte und Melodien für ein neues Album zusammenzustellen. Begleitet wird sie bei dem Projekt von dem preisgekrönten Fotografen Seamus Murphy. Auf der Suche nach Erfahrungen und Inspiration durchreisen sie zusammen Ländern wie Afghanistan, den Kosovo, aber auch Washington DC. Harvey sammelt Wörter und Stimmen, Murphy die Bilder. Wieder zu Hause, werden die Eindrücke zu Gedichten, Liedern und schließlich zu einem Album, welches in einem einzigartigen Kunstexperiment im Somerset House in London aufgenommen wird. Hierbei kann interessiertes Publikum im Studio durch dessen Einwegfenster den fünf-wöchigen-Prozess beobachten.

»Seamus Murphy übersetzt die Spurensuche und den intimen künstlerischen Prozess, den die Musikerin durchläuft, in poetische, beeindruckend montierte Bilder. Die Vision des Künstlers und der Künstlerin verbinden sich in A Dog Called Money zu einer außergewöhnlichen Symbiose.« (Berlinale)

Irland/Großbritannien 2019, Regie: Seamus Murphy, mit Polly Jean Harvey, 94 min., engl. OmU

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»Man sieht PJ Harvey, wie sie sich auf Augenhöhe den Menschen nähert, sich ihre Geschichten anhört, aus ihrer Komfortzone ausbricht, wenn sie im Winter durch Kabul streift. Das wirkt nicht von oben herab. Der Wunsch, die Orte zu verstehen, mit den Menschen in Kontakt zu treten, kommt ernsthaft rüber. Genau wie die Songs, die sie mit großer Dringlichkeit in die Welt trägt – und manchmal, wenn es passt, auch mit ordentlich Gitarrenfeedback verstärkt. « (Fluter)

»There are teasing glimpses of artistic genius in A Dog Called Money, but eccentric choices and muddled intentions, too.« (The Hollywood Reporter)

Do. 21.11. / 17:30

So. 24.11. / 11:00

Mo. 25.11. bis Mi. 27.11. / 20:30

Do. 28.11. / 18:00

Land des Honigs / NEU IN BREMEN

In einem entlegenen mazedonischen Dorf steigt die etwa 50-jährige Hatidze täglich einen Berghang hinauf. Sie geht zu ihren zwischen den Felsspalten lebenden Bienenvölkern. Ohne Schutz entnimmt sie sanft die Honigwaben und singt dabei ein uraltes Lied. Zurück auf ihrem Bauernhof kümmert sich Hatidze um ihre bettlägerige Mutter und arbeitet an handgemachten Bienenkörbe. Gelegentlich fährt sie in die Hauptstadt, um ihren Honig und die Körbe zu verkaufen. Eines Tages lässt sich eine Nomadenfamilie auf dem Nachbargrundstück nieder und in Hatidzes beschauliches Bienenkönigreich ziehen schallende Motoren, sieben kreischende Kindern und 150 Kühe ein. Doch Hatidze freut sich über die neue Gesellschaft und lässt weder sich noch ihre bewährte Imkerei oder ihre Zuneigung zu den Tieren stören. Doch bald trifft Hussein, das Oberhaupt der Familie, Entscheidungen, die Hatidzes Lebensweise für immer zerstören könnten.

Noch ein Film über Bienen? Zum Glück ja. Die mazedonischen Filmemacher*innen Tamara Kotevska und Ljubomir Stefanov gehen mit ihrem fein beobachteten, poetischen und unaufgeregten Dokumentarfilmdebüt dem fragilen Geflecht von Mensch und Natur nach. Ausgezeichnet als Bester Dokumentarfilm beim Filmfestival Sundance 2019.

Honeyland - Mazedonien 2019, Drehbuch & Regie: Tamara Kotevska, Ljubomir Stefanov, 85 Min., OmU

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Webseite: www.honeyland.earth

Die Filmemacher Ljubomir Stefanov und Tamara Kotevska beobachten das Geschehen teilnehmend und völlig wertfrei. In oft langen Einstellungen zeigen sie, was passiert, ohne eine Meinung dazu mitzuliefern – das obliegt dem Publikum. Die Landschafts- und Porträtbilder der Kameraleute Fejmi Daut und Samir Ljuma wirken oft poetisch, wobei viel natürliches Licht genutzt wird. Im Kern geht es um das vielschichtige Verhältnis der Menschen zur Natur, das umso vertrackter wird, je mehr Menschen vom Honig naschen wollen. Christian Horn www.programmkino.de

Do. 21.11. + Fr. 22.11. / 20:00

Sa. 23.11. + So. 24.11. / 20:30

Mo. 25.11. + Di. 26.11. / 17:30

Die Götter von Molenbeek / NEU IN BREMEN

Seit den Terroranschlägen von Paris gilt das Brüsseler Viertel Molenbeek als Rückzugsort für Dschihadisten. Doch für die sechsjährigen Aatos, Amine und Flo ist es ihr Zuhause und der Ort ihrer Kindheit. Gemeinsam entdecken sie die Welt und suchen nach Antworten auf die großen Fragen des Lebens. Aatos beneidet seinen besten Freund Amine um dessen muslimischen Glauben und sucht nach seinen eigenen Göttern. Seine Klassenkameradin Flo wiederum denkt, dass alle, die an einen Gott glauben, eigentlich nur verrückt sein können. Als Brüssel selbst vom Terror heimgesucht wird, gehen die Menschen in Molenbeek auf die Straße, um sich von den Islamisten zu distanzieren und sich gegen die Stigmatisierung ihres Viertel zu wehren. Unter ihnen auch Aatos und Amine, die sich einen ganz eigenen Reim auf die Probleme der Erwachsenen machen.
Gefilmt aus der Perspektive seiner jungen Protagonist*innen entfaltet der Dokumentarfilm einen unwiderstehlichen Zauber – Ein wundervolles Portrait kindlicher Neugier.

Aatos ja Amine – FIN/B/D 2019, Regie: Reetta Huhtanen, 79 Min., frz.-finn.-arab. OmU

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Kritik von Bianka Piringer auf kino-zeit.de: „Der Film, der die Erlebniswelt der Kinder so genau beobachtet, entfaltet einen unwiderstehlichen Zauber.“ www.kino-zeit.de

Kritik von Peter Osteried auf programmkino.de: „So steht am Ende die Hoffnung, dass die Kinder einmal eine bessere Welt schaffen werden. Eine, von der die Erwachsenen nur träumen können.“
www.programmkino.de