Do. 23.5. / 20:30

Käthe Kollwitz. Bilder eines Lebens / KÜNSTLERINNEN

Ihr Name steht für die intensive Bildgebung von Leid und Not: Das DEFA-Porträt zeigt Leben und Schaffen der politisch engagierten Künstlerin Käthe Kollwitz in unruhigen Zeiten von 1914 bis kurz vor ihrem Tod 1945.

Kollwitz wächst in Königsberg auf und studiert in Berlin, wo sie mit ihrem Mann, dem Armenarzt Karl Kollwitz, im Berliner Arbeiterviertel Prenzlauer Berg wohnt. Sie fertigt Grafiken und Plastiken und unterrichtet an der Berliner Künstlerinnenschule. Im Ersten Weltkrieg verliert sie ihren Sohn und wird zur radikalen Pazifistin. Das blutige Ende der Novemberrevolution zerstört ihre Hoffnung auf eine baldige Verbesserung der Lebensverhältnisse. 1932 unterzeichnet sie einen Appell gegen die Nationalsozialisten und wird nach der Machtübernahme gezwungen, „freiwillig" aus der Akademie auszutreten; während des zweiten Weltkriegs wird sie aus Berlin verwiesen. Die letzte Zeit vor ihrem Tod verbringt sie einsam und krank in Dresden. Der Film spürt ihrem künstlerischen Impuls und sozialen Gewissen nach, aber zeigt auch eine sehr heitere Seite.

DDR 1986/87, Regie: Ralf Kirsten, mit Jutta Wachowiak, Fred Düren, 95 Min.

In Kooperation mit den Museen Böttcherstraße und dem Gerhard-Marcks-Haus begleitend zur Sonderausstellung »Bildhauerinnen« (5. Mai bis 11. August).

Mehr Infos: https://www.museen-boettcherstrasse.de/ausstellungen/bildhauerinnen/

 

Zum Weiterlesen

 

»Eine eindringliche Verkörperung der Kollwitz durch Jutta Wachowiak und ihres Mannes durch Fred Düren, in großer Porträtähnlichkeit und im Erfühlen und Erfassen der schlichten und bescheidenen, der ruhig bedächtigen und festen Wesensart, die beide auszeichnete, in einer unpathetischen Darstellung.« (Helmut Ullrich / Neue Zeit)


»Noch heute dient die Figur der Käthe Kollwitz als Projektionsfläche für Ismen aller Art, Pazifismus, Kommunismus, Feminismus.« (Die Lange Nacht der Käthe Kollwitz: Wenn sie lachte, bebte der ganze Körper / Deutschlandfunk)