Mi. 15.5. / 18.00 * mit Gästen und Diskussion, moderiert von Hanna Möllers (Radio Bremen)

Mi. 15.5. + Do. 16.5. / 20:30

Die Kinder der Utopie / AKTIONSTAG INKLUSION

Sechs junge Erwachsene treffen sich nach zwölf Jahren wieder, begleitet von Regisseur Hubertus Siegert. Vor zwölf Jahren wurden sie für den Film KLASSENLEBEN schon einmal von ihm dokumentiert. Sie besuchten 2004 eine Berliner Grundschule, an der eine zu der Zeit noch außergewöhnliche Form des inklusiven Schulunterrichts stattfand: Kinder mit und ohne Behinderungen wurden gemeinsam unterrichtet. Auch Schwerstbehinderte waren Teil der Klassengemeinschaft.

2018 sehen sich die jungen Erwachsenen gemeinsam Filmaufnahmen aus ihrer Schulzeit an, begegnen ihrem jüngeren Ich, sprechen bisher Ungesagtes aus und reden darüber, wie sie wurden, was sie sind: Luca ist leidenschaftliche Hobbyfotografin und studiert Umweltwissenschaften; Marvin jobbt in einer Behindertenwerkstatt und sucht seinen Lebenssinn im christlichen Glauben; Dennis ist auf dem besten Weg, ein Star am Musical-Himmel zu werden; Johanna lernt mit großer Entschlossenheit Altenpflegerin und möchte bald ganz zu ihrem Freund ziehen; Christian befindet sich seit seinem schwulen Coming-Out in einer Selbstfindungsphase, hat sein VWL-Studium hingeschmissen und überlegt, in welche Richtung er sich beruflich bewegen möchte; und Natalie will ihr Praktikum als Küchenhilfe in eine Festanstellung wandeln und bald bei ihren Eltern ausziehen.

D 2018, Regie: Hubertus Siegert, 80 Min.

In Kooperation mit Eine Schule für Alle Bremen e.V., dem Landesbehindertenbeauftragten der Freien Hansestadt Bremen, dem Landesinstitut für Schule und den Makemedia Studios.

 

Homepage
https://www.diekinderderutopie.de/home

 

Kritik
Vor fast fünfzehn Jahren begleitete der Dokumentarfilmer Hubertus Siegert sechs Schüler/innen während ihrer Grundschulzeit in einer Berliner Inklusionsklasse, wo Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam lernen. Dabei entstand der viel beachtete Dokumentarfilm „KlassenLeben“, der 2005 ins Kino kam. Nun hat Siegert die Protagonist/innen von damals erneut besucht und den aktuellen Stand festgehalten. Die dokumentarische Weiterführung trägt den Titel „Die Kinder der Utopie“ und läuft am 15. Mai bei einem bundesweiten Aktionsabend in etwa 100 Kinos, begleitet von Gesprächen zum Thema Inklusion. https://www.programmkino.de/content/Filmkritiken/die-kinder-der-utopie/

 

Mo. 20.4. + Mi. 22.4 / 20:00

Klassenleben / INKLUSION

Berlin 2004: Vier Schüler der Förderklasse 5d in der Fläming-Schule sind als behindert eingestuft. Die körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen reichen von Lernschwäche bis zu Schwerbehinderung. Doch wie sieht das Lernen in einer solchen Klasse aus, in der niemand sitzen bleibt und der schnellste Schüler auf den langsamsten wartet? Hubertus Siegert hat sich mit seinem Team so unauffällig wie möglich unter die Kinder der Klasse gemischt und sie ein halbes Jahr durch ihren schulischen Alltag begleitet. Es gibt keine erzählenden Kommentar oder erklärende Interviews mit Eltern und Pädagogen. Nur die Kinder selbst ergänzen aus dem Off das Gezeigte durch ihre Gedanken und Überlegungen. Die porträtierte Schulklasse gehörte damals zu einer der ersten Integrationsschulen, in der Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam lernen sollten, und wurde zum Vorbild für andere.

In seinem neuen Dokumentarfilm „Kinder der Utopie" treffen sich sechs ehemalige Schüler zwölf Jahre nach „Klassenleben" wieder und lassen ihre gemeinsame Schulzeit Revue passieren (Termine: 15. + 16.5.).

D 2005, Regie: Hubertus Siegert, 90 Min.

Zum Weiterlesen

Pädagogisches Begleitmaterial
http://www.bpb.de/shop/lernen/filmhefte/34067/klassenleben

 

„Hubertus Siegert bezieht in seinem Film Klassenleben keine Stellung in der seit Jahren immer wieder aufkochenden Debatte um „richtige“ oder „falsche“ Unterrichtsformen und die Notwendigkeit von integrativem Unterricht oder Eliteschulen. Er zeigt vielmehr – gleichsam auf Augenhöhe – den Lernalltag der kleinen Hauptdarsteller, voller kleiner Momente des Glücks und gelegentlichen Frustrationen Ein wohltuend unaufgeregter Beitrag zu einer mitunter hitzig geführten Diskussion, der zeigt, dass funktionierende Formen längst praktiziert werden und funktionieren, klein und unspektakulär, aber umso wirksamer. Pädagogen jedenfalls werden diesen Film mögen, alle anderen Zuschauer müssen schon ein großes Maß an Interesse mitbringen für die Fragestellungen, die der Film aufwirft.“ (Vollständige Kritik kino-zeit.de)