Ayhan Salar / Heimspiel 150

Zwei Filme, an denen der Bremer Kameramann und Regisseur Ayhan Salar beteiligt ist, werden in Kooperation mit dem Filmbüro Bremen vorgestellt. Nach den Filmen findet jeweils ein Gespräch statt Beim »Der Granatapfelgarten« war Salar der Kameramann (AZ 2017, OmengU; 22.5. * mit A. Salar; auch 24.5.). Bei »Die Schwelle« schrieb Salar das Buch und führte Regie (TRK/D 2016, OmU; 21.5. * mit A. Salar; auch 23.5.).

Di. 21.5. / 20:30 * mit Kameramann Ayhan Salar

Do. 23.5. / 18:00

Der Granatapfelgarten / HEIMSPIEL 150

Shamil hat immer von seinen Granatäpfeln gelebt. Jetzt fällt ihm die Arbeit schwer. Ihm sind nur noch seine Schwiegertochter Sara und sein Enkel Jalal geblieben. Seine Frau ist gestorben, sein Lieblingssohn bei einem Verkehrsunfall umgekommen, der zweite Sohn vor zwölf Jahren einfach abgehauen. Ein Nachbar möchte den Granatapfelgarten kaufen, aber der Alte weigert sich. Da kehrt sein verschwundener Sohn überraschend zurück. Gabil teilt seinem Vater mit, dass er seine Familie mit nach Moskau nehmen würde, dort hätten sie bessere Chancen. Shamil verkauft sein Grundstück, um seinem Enkel ein Startkapital zu geben. Doch Gabil hintergeht seine Familie, denn in Moskau hat er ganz andere Probleme.

Inspiriert von Anton Tschechows bekannter Komödie „Der Kirschgarten“.

AZ 2017, Regie: Ilgar Najaf, Kamera: Ayhan Salar, mit Gurban Ismayilov, Samimi Farhad, Ilaha Hasanova, 90 Min., OmengU

Mi. 22.5. / 20:30 * mit Drehbuchautor und Regisseur Ayhan Salar

Fr. 24.5. / 18:00

Die Schwelle / HEIMSPIEL 150

Fikret ist an das monotone Rauschen der Autos unterhalb ihres Fensters gewöhnt. Ihre Aufmerksamkeit gilt dem einen, besonderen Motorengeräusch: Sie wartet auf die Rückkehr ihres Mannes Halil. Doch seine Ankunft bleibt aus. Die junge Frau befürchtet schon das Schlimmste. Tage der Unsicherheit ziehen vorbei, nur punktiert vom Lärm der Straße, den weder die Eltern noch Freunde mit ihren Beschwichtigungen übertönen können. Fikret verliert sich in der leeren Wohnung und in ihren Erinnerungen und Einbildungen – und versucht Bilder ihres Mannes und aus ihrer glücklichen Kindheit wachzurufen. Das intime Drama lässt die Sehnsucht der Frau und die Abwesenheit des Mannes fast körperlich spürbar werden.

TRK/D 2016, Buch und Regie Ayhan SalarErkan Tahhuşoğlu, mit Senem Çelikkol, Bedia Yaman, Mine Özen, 83 Min., OmU