Globalisierungskritik / Filmreihe Globale

Das 6. globalisierungskritische Filmfestival in Kooperation mit attac Bremen zeigt acht Filme zu den Themen Migration, Finanzmarkt, alternatives Wirtschaften, Umwelt und Nahrungsmittel.

Mehr Infos zum Festival und allen Filmen: ⇒ www.globale-bremen.de

Do. 4.5. / 20:00 * mit Gast: Sören Lauer, fairtragen Bremen / www.fairtragen.de
So. 7.5. bis Mi. 10.5. / 20.00

The True Cost - Der Preis der Mode

Mode wird immer billiger. Ein T-Shirt bekommt man heute für fünf Euro, eine Jeans kostet gerade mal zehn. Um Kleidung so günstig herzustellen, haben Textilunternehmen ihre Produktionsstätten in Billiglohnländer wie China, Indien oder Bangladesch verlagert. Dort entsteht die Kleidung für den westlichen Markt unter oft menschenunwürdigen und gefährlichen Arbeitsbedingungen. In den letzten Jahren häufen sich die Meldungen über Katastrophen wie den Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch mit 1127 Todesopfern. Die Verschmutzung der Umwelt durch giftige Chemikalien aus der Textilherstellung richtet weitere verheerende Schäden an. Doch Industrie und Werbung diktieren uns weiterhin die sog. „Fast Fashion“, bei der Kleidung nur noch als Wegwerfprodukt verstanden wird.
„The True Cost – Der Preis der Mode“ dokumentiert diese soziale und ökologische Ausbeutung der Entwicklungsländer im Zeichen eines globalisierten Modemarkts und führt sie auf eine veränderte Einstellung gegenüber Kleidung zurück.

USA 2014, Regie: Andrew Morgan, 92 Min., DF

Do. 11.5. / 20:00 * mit Gästen vom Flüchtlingsrat Bremen und „Jugendliche ohne Grenzen“
So. 14.5. und Mo. 15.5. / 20:00
Do. 18.5. / 18:00

Deportation Class

Gezim J., Elidor und Angjela haben sich alle irgendwann auf den Weg in eine scheinbar bessere Zukunft begeben: Ihre Hoffnungen, in Deutschland Fuß zu fassen und sicher zu sein, werden jedoch von der drohenden Abschiebung durchkreuzt. Nicht zum ersten Mal zeigen die Regisseure Carsten Rau und Hauke Wendler Bilder von Sammelabschiebungen, die in Deutschland durchgeführt werden.
„Der Dokumentarfilm DEPORTATION CLASS, der zum Teil mit drei Kamerateams parallel gedreht wurde, zeichnet aber nicht nur ein präzises, nüchternes Bild dieser nächtlichen Abschiebungen. Der Film gibt auch denjenigen ein Gesicht, eine Stimme und damit ihre Würde zurück, die in den Fernsehnachrichten nicht zu Wort kommen.“ (http://deportation-class-film.de/film.html)

D 2016, Regie: Carsten Rau und Hauke Wendler, 85 Min., OmU

Do. 18.5. / 20:15 * mit Flüchtlingsrat Bremen, „Jugendliche ohne Grenzen“ und Sofia Leonidakis (Linke; MdB)
Fr. 19.5. bis So. 21.5. / 18:00

Alles Gut

Die Flucht ist geschafft und jetzt wird alles gut? Anhand zweier Beispiele zeigt die Dokumentation die Hürden des alltäglichen Lebens eines/einer Geflüchteten in Deutschland. Der achtjährige Djaner und seine Familie aus Mazedonien werden von Abschiebung bedroht und die elfjährige Ghofran ist gerade erst mit ihrer Familie aus Syrien nachgeholt worden. Die beiden wollen vor allem eins: Dazugehören, integriert sein – aber auch so akzeptiert werden, wie sie sind.
„Die Regisseurin Pia Lenz hat die Familien in Hamburg über ein Jahr lang mit ihrer Kamera begleitet. Produziert wurde der Film von Hauke Wendler und Carsten Rau, den Machern des Erfolgsfilms WILLKOMMEN AUF DEUTSCH, der einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme des Jahres 2015 war.“ (www.alles-gut-film.de/).

D 2016, Regie: Pia Lenz, 95 Min., DF