Sa. 23.3. / 20:30 * mit Livemusik-Begleitung von Ezzat Nashashibi

Der Sonderling / KARL VALENTIN

Der Sonderling aka Karl Valentin arbeitet als Geselle bei Schneidermeister Kuhn, dessen Gattin ein großes romantisches Interesse an ihm entwickelt. So klebt sie dem leidenschaftlichen Briefmarkensammler heimlich sein ersehntes Lieblingsstück ins Album. Da einem Schreinerei-Kunden genau die für den Markenkauf notwendige Summe entwendet wurde, wird Valentin irrtümlich als Dieb verhaftet. Das stört sein seelisches Gleichgewicht empfindlich – auch als man ihm wieder entlässt und sich für das „Missverständnis" entschuldigt. Er unternimmt mehrere Selbstmordversuche, die alle scheitern: der Strick ist zu kurz zum Erhängen, das Wasser zu flach zum Ertrinken, usw.

Es ist Valentins einzige Rolle in einem langen Werk aus der Stummfilmzeit. Auch ohne seinen berühmten Sprachwitz erweist er sich als großer Komiker des Grotesken. Doch schon von Anfang an galt Valentins ganz besondere Vorliebe dem Film. 1912 gründete er eine eigene Filmgesellschaft und drehte noch im selben Jahr seinen ersten Film. Bis 1937 folgten über 30 weitere Produktionen.

D 1929, Regie: Walter Jerven, mit Karl Valentin, Liesl Karlstadt, 88 Min.