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20 Jahre Tanz Bremen

Eine fünfteilige Filmreihe ergänzt das internationale Festival für zeitgenössischen Tanz und holt weitere Tanzstars nach Bremen. „Mr. Gaga“ portätiert Ohad Naharin, den künstlerischen Leiter der israelischen Batsheva Dance Company. Mit seiner ungewöhnlichen Vision und seinen mitreißenden Choreografien in einer komplett neuen Bewegungssprache verhalf Naharin der Company zu internationaler Bekanntheit (ISR 2015, R: Tomer Heyman, engl. –hebr. OmU; ab 3.3. ). Das Moskauer Bolschoi – Theater ist ein Mythos. Im Januar 2013 wird der künstlerische Leiter des Balletts, Sergej Filin, von einem Solotänzer mit Säure attackiert. Nur wenig später dürfen zwei britische Filmemacher für „Bolschoi Babylon“ unzensiert und für neun Monate hinter die Kulissen blicken (GB 2015, OmU; ab 9.3.). In „Feuer bewahren – nicht Asche anbeten“ steht Martin Schläpfer im Mittelpunkt. Der Ballettdirektor der Deutschen Oper Düsseldorf zählt derzeit zu den wichtigsten Choreografen Europas, seine sensible und hochmusikalische Tanzkunst wirkt verstörend und beglückend zugleich. Annette von Wangenheim hat Schläpfer und sein „Ballett vom Rhein“ 14 Monate beobachtet (D 2015; ab 9.3.). Zurück in die Zeit der Belle Epoque geht der Spielfilm „Die Tänzerin“: Loïe Fuller, Tochter eines Rodeo-Reiters aus Texas, begeistert Paris und ganz Europa mit ihren raffinierten Schleiertänzen. Von Lautrec wurde sie gemalt, von Rodin in Bronze gegossen (F/BEL 2016, 113 Min., frz. OmU; ab 23.3.). Außerdem: „Tango Suomi“ über Tango als Teil finnischer Kultur (ab 24. April).

Fr. 3.3 + Di. 7.3. / 20:30
Sa. 4.3. + So. 5.3. / 18:00

Mr. Gaga

Ohad Naharin ist Mr. Gaga. Als künstlerischer Leiter des israelischen Batsheva Dance Company entwickelte Naharin eine komplett neue Bewegungssprache, genannt „Gaga“. Leidenschaft, herausbrechende Kraft, die Lust des Moments und daran Grenzen zu brechen prägen diese Form des Modern Dance. Ohad Naharin wird dafür weltweit als einer der herausragenden zeitgenössischen Choreographen gefeiert. In international renommierten Häuser arbeitet er als Gast-Choreograph seine Werke mit den jeweiligen Compagnien ein. Naharin selber begann erst mit 22 Jahren mit Tanz, das war 1974 in der israelischen Armee in der "Abteilungstruppe Unterhaltung". Der vielfach ausgezeichnete Regisseur Tomer zeigt, welche harte Arbeit hinter den kraftvollen und atemberaubenden Auftritten steckt. Beide sind zwar seit über 25 Jahren miteinander befreundet, doch nur durch jahrelanges Zureden und eine seltene Vielfalt an Geldgebern aus verschiedensten Ländern plus erfolgreicher Crowdfunding-Kampagne konnte dieses besondere Filmprojekt realisiert werden. Mr. Gaga wurde auf der Berlinale mit dem Publikumspreis innerhalb der Panorama-Sektion ausgezeichnet

ISR, S, D, NL 2015, Regie: Tomer Heymann, 100 Min., englisch & hebräisch OmU

Do. 9.3., Sa. 11.3. + So. 12.3. / 18:00
Di. 14.3. / 20:30

Bolschoi Babylon

Das Moskauer Bolschoi - Theater, Tempel, Mythos. Im Januar 2013 ist ganz Moskau geschockt. Der künstlerische Leiter des Balletts, Sergej Filin, wird mit Säure attackiert. Ein Solotänzer aus den eigenen Reihen hat diesen Anschlag verübt. Nur wenige Zeit später dürfen die britischen Filmemacher Nick Read und Mark Franchetti unzensiert hinter die Kulissen des Theaters blicken. Neun Monate begleiteten sie die Kompanie, trafen Tänzerinnen und Tänzer, Bühnenarbeiter und Entscheidungsträger.

GB 2015, Regie: Nick Read, 87 Min., rus. OmU

Do. 9.3., Sa. 11.3. + So. 12.3. + Mi. 15.3. / 20:00

Feuer bewahren – nicht Asche anbeten. Der Choreograf Martin Schläpfer

Martin Schläpfer, Ballettdirektor an der Deutschen Oper Düsseldorf, zählt derzeit zu den wichtigsten Choreografen Europas. Die Auszeichnungen häufen sich, denn Schläpfers sensible und hochmusikalische Tanzkunst kommt an, wirkt verstörend und beglückend zugleich. Filmregisseurin Annette von Wangenheim hat Schläpfer und sein „Ballett vom Rhein“ 14 Monate lang, von April 2014 bis Mai 2015, bei seiner Arbeit beobachtet. Zum ersten Mal schaut ein Porträt auch hinter die „persönlichen Kulissen" dieses Ausnahmekünstlers, der aus einer Schweizer Bauernfamilie stammt und im Alter von 15 Jahren eine Ballettausbildung begann

D 2015, Regie: Annette von Wangenheim, 86 Min.

Do. 23.3. / 20:30
Sa. 25.3. + So. 26.3. / 18:00

Die Tänzerin

Loïe Fuller, Tochter eines Rodeo-Reiters aus irgendwo in Texas, schafft es zur Zeit der Belle Epoque, ganz Europa mit ihrem ihren Schleiertänzen zu begeistern. Die untersetzte, stämmige Loïe wird eine der größten Tänzerinnen in Paris. Bei ihren Auftritten – jahrelang galt sie als Hauptattraktion der Folies Bergère – kam es weniger auf die Anmut einer Ballerina an, sondern auf den optischen Effekt, den das Licht- und Farbenspiel der federleichten Stoffkaskaden auf der schwarzen Bühne erzeugte. Von Lautrec wurde sie gemalt, von Rodin in Bronze gegossen. Jetzt erzählt die französische Regisseurin Stéphanie Di Giusto die Lebensgeschichte der Tänzerin in einem opulenten Film.

F/BEL 2016, Regie: Stéphanie die Giusto, mit Soko, Lily-Rose Depp, 113 Min., frz. OmU 

Sa. 22.4. – Mo. 24.4. / 20:30 

Tango Suomi

Tango wurde durch Migranten in die ganze Welt gebracht. Irgendwann gelangte der leidenschaftliche Tanz auch nach Finnland und blieb. Dass der Tango zur finnischen Kultur gehört, hat sich inzwischen herumgesprochen. Aber dass dies auch aus argentinischer Sicht anerkannt wird, ist neu, wie dieser Film zeigt.

Arg 2016, Regie: Gabriela Aparicei, mit Mika Kaurismäki, M.A. Numminen, 80 Min., OmengU