Mi. 26.6. / 20:30

Buster's Bedroom / KÜNSTLERINNEN

Die junge Filmstudentin Mischa schreibt an einer Arbeit über den Komödianten Buster Keaton. Auf der Suche nach Spuren von dessen Leben entdeckt sie das Luxussanatorium „Nirvana House“, in dem sich Keaton während der dreißiger Jahre einer Alkoholentzugskur unterzogen haben soll. Doch die Situation im Sanatorium in der kalifornischen Wüste ist äußerst merkwürdig, wie Mischa bei ihrer Ankunft feststellt. Die Krankenschwester hat den opiumsüchtigen Arzt durch ein Versehen umgebracht, so dass die Patienten auf sich selber angewiesen sind. Zu allem Überfluss hat sich eine Kommission angesagt, die das Hospital inspizieren will. So beschließen die fünf Insassen, den Mitpatienten O′Connor als Oberarzt auszugeben. Und Mischa soll Patientin Nummer 5 werden, da nur dann das Sanatorium geöffnet bleibt. Die Bewohner möchten auf keinen Fall diesen Ort aufgeben, der für sie ein Refugium vor der Realität ist.

"BUSTER'S BEDROOM ist ein wunderhübscher, phantasiereicher und humorvoller Film, in dessen Bildwelt und Sprache ich mich schnell verliebt habe." (Georg Seeßlen)

BRD/CDN/P 1990, Regie: Rebecca Horn, mit Donald Sutherland, Geraldine Chaplin, 104 Min., engl. OmU

 

In Kooperation mit den Museen Böttcherstraße und dem Gerhard-Marcks-Haus. Diese Veranstaltung findet begleitend zur Sonderausstellung "Bildhauerinnen" (5. Mai bis 11. August) statt. Mehr Infos: https://www.museen-boettcherstrasse.de/ausstellungen/bildhauerinnen/

 

Zum Weiterlesen

»BUSTER'S BEDROOM ist ein wunderhübscher, phantasiereicher und humorvoller Film, in dessen Bildwelt und Sprache ich mich schnell verliebt habe. Das ist eine schlechte Voraussetzung für eine Kritik, an deren Ende erklärt werden muß, warum Rebecca Horn vielleicht doch nicht der großartige Film gelungen ist, mit dem sie früher oder später eine neue Synthese zwischen Malerei und Kino schaffen wird.« (Vollständige Kritik von Georg Seeßlen / Filmzentrale)

 

»Regisseurin Rebecca Horn stellt ein schillerndes „Verrückten“-Panoptikum zusammen, das sich in unaufdringlich symbolischen Bildern zunehmend als Abbild unserer eigenen Welt erweist.« (kino.de)

 

»Der stets präsenten Fantasie folgt sehr konsequent die um Atmosphäre und farbästhetische Bildwirkung bemühte Kamera von Sven Nykvist. Auch die musikalische Gestaltung gibt dieser seltsamen Spurensuche nach dem Unerfüllten eine eigene, oft heitere Note. Die darstellerischen Leistungen - vor allem die von Amanda Ooms und Donald Sutherland - sind durchweg bemerkenswert und tragen zur Qualität dieses zweifellos auch amüsanten Films bei. Prädikat besonders wertvoll.« (Jurybegründung / FBW-Filmbewertung)