Sa. 1.6., Mo. 3.6., Mi. 5.6. / 18:00

So. 2.6., Di. 4.6. / 20:30

The Artist and the Pervert / DOPPELPORTRÄT

Liebe und Kunst haben viele Formen und Farben. Über 40 Jahre haben Mollena Williams-Haas und Georg Friedrich Haas nach dem richtigen Partner gesucht, ehe sie sich auf einem Online-Datingportal gefunden haben. Seit der ersten stürmischen Begegnung sind der renommierte Komponist und die Sexualpädagogin, Autorin und Performerin ein Paar. Sie leben in einer glücklichen BDSM-Beziehung, über die sie bereits in der New York Times gesprochen haben. Mollena steht 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche für Georg als "Sklavin" und Muse zur Verfügung, während er ihr Meister ist. Das allein ist nicht ungewöhnlich. Mollena ist Nachfahrin afrikanischer Sklaven und Georg das Kind einer österreichischen Nazi-Familie. Seit sich die beiden zu ihrem Lebensstil bekannten, erfuhren sie viel Zuspruch, aber auch Ablehnung. Denn wie kann sich Georg als Feminist bezeichnen, gleichzeitig aber seine Frau dominieren? Und wie kann sich eine schwarze Frau freiwillig in die Rolle einer Sklavin begeben? In der Doku sprechen sie über den schwierigen Weg zu Selbstakzeptanz und radikaler Selbstbestimmung.

D 2018, Regie: Beatrice Behn & René Gebhardt, 86 Min., engl. OmU

Links zum Film und Weiterlesen

 

»Eine radikale Selbsterkundung.« (Vollständige Kritik inkl. Hintergrundinfos / Deutschlandfunk Kultur)

 

»Komm ins Kino mit all deinen Fragen, verlasse den Saal mit Tränen in den Augen und einem Gedanken in deinem Kopf: Lebst du wirklich das Leben, das du Leben möchtest? « (GetReelMovies)

 

»Gerade in der gegenwärtigen #MeToo-Welt wirkt diese spezielle Beziehung auf viele Außenstehende so irritierend. Gerade dass Williams die Nachfahrin von schwarzen Sklaven ist, dass Haas Eltern Nazis waren, scheint althergebrachte Machtstrukturen zu bestätigen. Doch so einfach ist es nicht. Zwar ist „The Artist & The Pervert“ auch ein lose biographischer Film, doch vor allem ist es ein unterschwelliges Plädoyer für Toleranz und Akzeptanz für ein Paar, das zwar nicht den normativen Vorstellungen entsprechend lebt, aber eine innigere, liebevollere und vor allem einvernehmliche Beziehung führt, als viele andere Paare. « (Vollständige Kritik / Programmkino.de)