FILM DES MONATS

Es gibt sie, diese Momente, in denen das Licht im Kinosaal langsam wieder angeht und wir noch lange sitzen bleiben, weil wir wissen, dass wir gerade etwas wirklich außergewöhnliches gesehen haben. Manche Filme wirken in uns nach – auch noch lange nach dem Kinobesuch. Unser Film des Monats ist die monatliche Empfehlung unserer Programmmacher*innen: Individuell ausgewählte Filme, die uns besonders beeindruckt haben. Einige, weil sie auf bemerkenswerte Weise aktuell relevante Themen verhandeln und unsere Sicht verändern, andere, weil sie sich durch eine außergewöhnliche Ästhetik auszeichnen, emotional berühren oder neugierig auf das Werk aufstrebender Filmschaffender machen. Der Film des Monats ist häufig aktuell, muss es aber nicht sein – auch Klassiker und neu entdeckte Filmschätze vergangener Jahre und Jahrzehnte finden ihren Platz.

So. 3.6. + Mi. 6.6 + Mo. 11.6. + Do. 14.6. / 20:30
Mo. 4.6. + Sa. 9.6. + Mi. 13.6. / 18:00

Thelma

Thelma, eine schüchterne junge Frau, verlässt ihr konservatives, streng religiöses Elternhaus in der ländlichen Idylle der norwegischen Wälder, um in Oslo zu studieren. Als sie auf dem Campus die attraktive Kommilitonin Anja kennenlernt, fühlt sie sich zu ihr hingezogen und es entwickelt sich eine starke Zuneigung zwischen den Beiden. Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sich Thelma frei und genießt ein zwangloses Leben, feiert Partys und entdeckt ihre Weiblichkeit. Doch zugleich nehmen ihre Krämpfe zu, sie erlebt vermehrt epilepsieartige Anfälle. Langsam aber sicher beschleicht sie der Verdacht, dass mit ihrem Befreiungsschlag auch übersinnliche, übernatürliche und gefährliche Fähigkeiten freigesetzt wurden, die in ihrer Familiengeschichte tief verwurzelt sind.

Filmkritiker und Kulturredakteure bezeichnen das neue Werk von Joachim Trier als »Leinwandwunder« (Sascha Keilholz, critic.de) oder auch als »packende[s] Coming-out-Drama mit Mystery-Elementen« (Nadine Lange, Der Tagesspiegel).

»Hitchcock trifft auf Instagram.« (Johannes Bluth, Spiegel Online)

N/F/DK/S 2017, Regie: Joachim Trier, mit  Eili Harboe, Kaya Wilkins, Henrik Rafaelsen, 116 Min., norweg. OmU

»Über die gesamte Laufzeit gelingt es Trier, die Spannung aufrechtzuerhalten und Thelmas Unsicherheit auf den Zuschauer zu übertragen. Selten war ein Baumrascheln so wirkungsvoll wie hier.«
Filmkritik bei EPD-Film

»Packende[s] Coming-out-Drama mit Mystery-Elementen.«
Filmkritik im Der Tagesspiegel

»Thelma durchdringt Familien-Horror, Coming-of-Age-Geschichte und Lovestory, um als pure kinematografische Kraft sein Publikum zu affizieren, wie es schon lange kein Film mehr geschafft hat.«
Filmkritik bei Critic.de

»Hitchcock trifft auf Instagram. […] Vom Christentum zur gleichgeschlechtlichen Liebe: Der norwegische Thriller »Thelma« ist ein so stylisher wie mysteriöser Film über eine junge Frau, die ihre übernatürlichen Kräfte entdeckt.«
Filmkritik bei Spiegel-Online