Fr. 1.6. / 20:30 * mit den Regisseur*innen Mick McIntyre & Kate McIntyre Clere

Nach der Vorstellung gibt es die Möglichkeit mit den Filmemachern zu diskutieren. Der Film wird mit deutschen Untertiteln gezeigt und die Fragen/Antworten in der Diskussion können simultanübersetzt werden.

Kangaroo – A Love-Hate Story

Schon einmal Kängurufleisch gegessen? Nein? Wer weiß: Deutschland ist in der Welt mit einem Anteil von 21 % der zweitgrößte Importeur von Kängurufleisch. Das mit Salmonellen verseuchte Fleisch wird hier für Haustiere und Menschen verarbeitet. Und Deutschland ist der viertgrößte Importeur von Kängurufell, das für Autositze, Schuhe und Handtaschen verwendet werden.
Im Schatten der Nacht werden diese einzigartigen und eigentlich per Gesetz geschützten Tiere im wahrsten Sinne abgeschlachtet - weil sie den Verkehr gefährden oder den Farmern schaden. Nicht zuletzt verdient die Fleischindustrie gut daran. Andererseits sind die lebenden Beuteltiere ein großer Tourismusmagnet.
Sind 25 Millionen Kängurus einfach »zu viel«? Oder ist das „Problem“ Menschen gemacht, da alle guten Flächen für Schafe und Rinder genutzt werden? Es ist eine komplexe Sachlage, die Mick McIntyre und Kate McIntyre Clere hier aus kultureller, politischer, ökologischer oder ökonomischer Sicht mit Experten und Betroffenen beleuchten. Ihr Anliegen ist, auch in Europa damit eine Diskussion über den Handel anzuregen. Mark Pearson, der erste gewählte Politiker einer Tierrechts-Partei in Australien, konnte aufgrund der desaströsen Hygienestandards beim Kängurufleisch Russland zu einem Importbann bewegen. »The killing of kangaroos and their joeys is part of a cruel industry and is an animal welfare crisis here in Australia«, so Senator Lee Rhiannon, Greens Party Australia.

Deutschlandpremiere der international mehrfach preisgekrönten Dokumentation;
in Kooperation mit T-Zelle Bremen

 

AUS 2017, Regie, Kamera und Buch: Mick McIntyre, Kate McIntyre Clere, 100 Min., engl. OmU