So. 1.7. bis Mi. 4.7. / 20:00

Camino a La Paz / NEU IN BREMEN

Sebastián hat zwei Leidenschaften: Die Rockband »Vox Dei« und seinen alten, aber gut gepflegten- und heißgeliebten, Peugeot 505. Frisch verheiratet und pleite, hört er zufällig von einer Stelle als Chauffeur, die er schon wegen der großzügigen Bezahlung nicht ablehnen kann: Sebastián soll Jalil, einen älteren Herrn und strenggläubigen Muslim von Buenos Aires in Argentinien in die 3.000km entfernte bolivianische Metropole La Paz fahren. Die Fahrt entpuppt sich allerdings als Zerreißprobe für Sebastians Nerven: Jalil isst in Sebastiáns geliebtem Peugeot, lädt ungefragt Mitfahrer ein und verlangt permanent Gebets- und Toilettenpausen. Auf dem Dach befindet sich noch Jalils sperriges Dialysegerät, das er zum Überleben braucht. Eigentlich hat Jalil die Reise minutiös geplant, doch dann kommt alles ganz anders.

»Regisseur Francisco Varone entführt auf eine von den rockigen Blues-Klängen der, bereits seit 50 Jahren bestehenden, argentinischen Band Vox untermalte Reise, mit humorvoll-unterhaltsamen sowie dramatischen Episoden, auf der zwei unterschiedliche Weltanschauungen und Lebenskonzepte zusammenprallen.« (Unabhängiges Filmfest Osnabrück)

Der Weg nach La Paz – ARG 2015, Regie: Francisco Varone, mit Rodrigo de la Serna, Ernesto Suárez (II), Elisa Carricajo, 94 Min., span. OmU

Filmfest Osnabrück (mit Trailer): https://www.filmfest-osnabrueck.de/camino-a-la-paz/

»Das Taxi als Topos der kleinsten territorialen Einheit erhält in »Camino a La Paz« eine unaufdringliche, plausible Variation. Unterschiedliche Lebensentwürfe begegnen sich hier kurzzeitig, intensiv und hinterlassen Spuren. In »Camino a La Paz« wird der Roadmovie zur Pilgerfahrt. Ein Buddy-Movie als Bildungsroman. Der Film überzeugt durch seine lakonische, genau beobachtete und warmherzige Erzählweise.« (Film des Monats Juni 2018 der Jury der Evangelischen Filmarbeit)