Mo. 13.1., Mi. 15.1. + Do. 16.1. / 18:00

Sa. 18.1. / 20:00 * Einführung: Holger Tepe (Kommunalkino CITY 46)

So. 19.1. + Mo. 20.1. / 20:00

So. 26.1. / 11:00

Porträt einer jungen Frau in Flammen / LITERARISCHE WOCHE

Ein ungewöhnlicher Auftrag führt die Pariser Malerin Marianne im Jahr 1770 auf eine einsame Insel an der Küste der Bretagne: Sie soll heimlich ein Gemälde von Heloise anfertigen, die gerade eine Klosterschule für junge adelige Frauen verlassen hat und bald verheiratet werden soll. Heimlich, da Heloise sich weigert Modell zu sitzen, um so gegen die von ihrer Mutter arrangierte Ehe zu protestieren. Deshalb beobachtet Marianne Heloise während ihrer Spaziergänge an der Küste und malt abends aus dem Gedächtnis heraus ihr Porträt.

In wunderschönen Bildern erzählt die renommierte Regisseurin Céline Sciamma eine unglaublich feine Liebesgeschichte und formt zugleich ein kraftvolles, modernes Statement über die Situation der Frau über die Jahrhunderte hinweg.

Portrait de la jeune fille en feu – F 2019, Buch & Regie: Celine Sciamma, mit Noemie Merlant, Adele Haenel, 122 Min., OmU

Eine Veranstaltung des Kommunalkino CITY 46 in Kooperation mit der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung im Rahmen der Literarischen Woche Bremen

Zum Weiterlesen:

»… Dass sich Céline Sciamma ins 18. Jahrhundert begibt, nachdem sie in ihrem vorherigen Film Mädchenbande junge Frauen in den Pariser Banlieues beim Aufwachsen begleitete, klingt allenfalls anfänglich wie ein Bruch. Die Regisseurin bleibt sich treu und erzählt nicht nur weiterhin Frauengeschichten, sondern setzt ihre liebevolle, aber präzise Beobachtung weiblicher Erfahrungen fort.«

(Beatrice Behn / kino-zeit.de)

»Wenn Kunst die Lust befreit - Betörend schön: Céline Sciammas Film "Porträt einer jungen Frau in Flammen" erzählt die erotisch aufgeladene Entstehung eines Gemäldes. Es könnte sich anbieten, die Filme von Céline Sciamma, in denen es tatsächlich nur um Frauen, ihre Erfahrungen und Körper geht, als feministisch zu bezeichnen. So richtig passt der Begriff aber nicht. Es schwingt etwas Programmatisches in ihm mit, und was die Handschrift der Regisseurin auszeichnet, ist eher das Gegenteil: eine immense physische und materiale Sinnlichkeit.«

(Ursula März / ZEIT)