Mi. 22.1. / 20:00 * mit Regisseurin Gerburg Rhode-Dahl und Herrn Dr. Johannes Schwartz (Historiker & wichtiger Protagonist im Film);

Do. 23.1. + Fr. 24.1. / 17:30

Die Aufseherin – Der Fall Johanna Langefeld / GEDENKTAG 27. JANUAR

Johanna Langefeld war Oberaufseherin der Frauenkonzentrationslager Ravensbrück und Auschwitz. Sie war eine überzeugte Nationalsozialistin und Anti-Semitin. Als sie 1946 im Dezember im Gefängnis von Krakau auf ihren Prozeß wartete, gelang ihr die Flucht von dort – weil ihr frühere polnische KZ-Insassen dabei halfen. Wer war Johanna Langefeld?
Der Film erforscht die Hintergründe dieser einmaligen Geschichte. Die Vorgänge wurden bisher geheim gehalten, um sowohl die ehemalige SS-Oberaufseherin wie auch ihre ehemaligen polnischen Gefangenen vor strafrechtlicher Verfolgung zu schützen. Die Filmautoren sprachen mit polnischen Überlebenden aus dem KZ Ravensbrück, alle äußerten sich sehr positiv über Johanna Langefeld. Zeugenaussagen in früheren Prozessen bestätigen, dass Johanna Langefeld keine Sadistin war und das sie das Leben einzelner Gefangenen gerettet hat. Andere Dokumente bezeugen: Sie ordnete harte Strafen an und führte die Selektionen in die Gaskammern durch.
Auf der Grundlage von Archivmaterial und Aussagen von Zeitzeugen nähert sich die Dokumentation dieser einzigartigen Episode der Nachkriegszeit und öffnet eine neue Perspektive auf die deutsch-polnische Geschichte.

D/PL 2018, Buch & Regie: Gerburg Rohde-Dahl & Wladek Jurkow, 90 Min.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung zum 27. Januar als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.