Sa. 12.1. bis Mo. 14.1. + Mi. 16.1. / 20:00

Di. 15.1. / 20:15

draußen / ÜBERLEBENSKÜNSTLER

Die Regisseurinnen Johanna Sunder-Plassmann und Tama Tobias-Macht dokumentieren den Alltag und die Lebensgeschichten von vier Kölner Obdachlosen, Menschen am Rande der Gesellschaft: Matze, Elvis, Peter und Sergio. Als Ausgangspunkt dienen dabei ihre persönliche Gegenstände. Ihre raren Besitztümer, die aufgeladen sind mit Erinnerungen und Emotionen, öffnen das Tor zu einer Welt, die sonst verschlossen bleibt. Die beiden Regisseurinnen erhalten Einblick in die Plastiktüten, Taschen und Einkaufswagen, in denen Matze, Elvis, Peter und Sergio ihr weniges Hab und Gut transportieren, ganz so, als würde ihnen jemand Einblick in das Haus gewähren, in dem er lebt. Außerdem zeigen die Filmemacherinnen ihre Hauptfiguren als Überlebenskünstler, von denen man durchaus das eine oder andere lernen kann. Der Film regt nicht nur zu einem Perspektivwechsel an, sondern zeigt vier Obdachlose, die sich ihren Stolz und ihre Würde erhalten haben.

D 2018, Regie: Johanna Sunder-Plassmann, Tama Tobias-Macht, 80 Min.

»Der Film öffnet ein Tor in eine Welt, die uns sonst verschlossen bleibt, und regt zum Umdenken an.« (ARD ttt – titel, thesen, temperamente)

»…alle Protagonisten besitzen aber eine Würde, die durch die Inszenierung der beiden Filmemacherinnen auch eine ästhetische Dimension gewinnt: Sie verleihen den aktuellen Lebensumständen des ´Draußens´ immer wieder die Charakteristik von theatralischen Räumen in einen Film, der mehr sein will als bloße Sozialreportage: eine Interpretation des „In-der-Welt-Seins“ von Außenseitern. Stark.« (Tagesspiegel)

»…berührend und poetisch, ohne Obdachlosigkeit zu romantisieren.« (Missy Magazine)

»…beeindruckendes Filmporträt…« (nordstadtblogger.de)