QUEERFILMNACHT

Die queerfilmnacht vereint die beiden bisherigen Filmprogramme – die rein lesbisch ausgerichtete L-Filmnacht und die schwule Gay-Filmnacht – und öffnet sich zugleich gegenüber Filmen, die auch andere sexuelle Identitäten wie Bisexualität, Transgender, Intersexualität usw. thematisieren.

Die queerfilmnacht wird in enger Kooperation mit dem SISSY-Blog programmiert, dem neuen Zuhause des SISSY-Magazins. Die SISSY, 2008 als Printmagazin gegründet, galt mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren und über 5.500 Abonnenten bis zu ihrer vorübergehenden Einstellung im Herbst 2015 als wichtigstes queeres Filmmedium in Deutschland und erfreute sich vor allem innerhalb der schwul-lesbischen Szene einer enormen Bekanntheit.

Im August 2016 ging die SISSY als Online-Magazin www.sissymag.de mit dem bewährten inhaltlichen Fokus und zahlreichen neuen Formaten an den Start. Die queerfilmnacht wird in der SISSY umfangreich präsent sein.

Fr. 18.1. / 20:30

Do. 31.1. / 18:00

Rafiki / QUEERFILMNACHT

»Good Kenyan girls become good Kenyan wives« – dieser Satz des fanatisch-homofeindlichen Predigers der örtlichen Kirche bezeichnet den Lebensweg, der für Kena und Ziki, Kinder zweier rivalisierender Lokalpolitiker*innen, von Gesellschaft und Familie vorbestimmt ist. Doch Kena und Ziki verlieben sich ineinander und lassen sich nicht vorschreiben, wie sie zu leben haben. Ihre Liebe wächst im Geheimen, sie inspirieren sich gegenseitig und träumen von einer gemeinsamen Zukunft. Aber Verrat und Gewalt zwingen sie, sich zwischen Glücklichsein und Sicherheit zu entscheiden. Rafiki strotzt vor Kraft, bejaht das Leben in Afrika in Freiheit und mit Toleranz. Er fordert heraus. Rafiki bedeutet in Swahili »Freund*in« und bezeichnet in Kenia auch eine gleichgeschlechtliche Beziehung. Der Film, der unter großen Risiken für alle Beteiligten entstand, wurde in seinem Entstehungsland zunächst verboten, bevor er dann doch für sieben Tage gezeigt werden durfte. Homosexualität ist in Kenia strafbar und wird mit bis zu 14 Jahren Haft geahndet.

Kenia 2018, Regie: Wanuri Kahiu, mit Samantha Mugatsia, Sheila Munyiva, 83 Min., engl. / swahili OmU

Zum Weiterlesen

 

»Eine kenianische Liebesgeschichte, die im Herkunftsland noch vor ihrer Premiere verboten wurde. Rafiki strotzt vor Kraft, bejaht das Leben in Afrika, in Freiheit, mit Toleranz – und fordert heraus.« (Vollständige Kritik / Critic.de)

 

»Ein futuristischer Film, der hoffnungsvoll in die Zukunft blickt und auch das Gemeinsame, das Menschliche in allem sucht.« (Vollständige Kritik / Kino-Zeit)

 

»Shamefully banned in its home country of Kenya, Wanuri Kahiu's tender tale of first lesbian love is modest, flawed and valuable.« (Vollständige Kritik auf Englisch / Variety)

 

»[A] poignant but slender drama...« (Vollständige Kritik auf Englisch / The Hollywood Reporter)

 

»Banned in its home country, this delicate love story breaks no new ground, but feels progressive nonetheless.« (Vollständige Kritik auf Englisch / Indiewire)

 

»It's hard to escape the feeling that the film is basically an extended public service announcement; Kahiu has few discernible goals apart from drawing attention to an important subject.« (Vollständige Kritik auf Englisch / Chicago Reader)

 

»Ein Gericht in Kenia hat das Verbot [von RAFIKI], der von einer lesbischen Liebesgeschichte handelt, vorläufig aufgehoben. Das Gericht in Nairobi habe entschieden, dass der Film "Rafiki" sieben Tage lang gezeigt werden dürfe…« (Vollständiger Artikel vom 21.9.2018 / Süddeutsche Zeitung)