Mi. 24.1. / 20:30 * mit Buchpräsentation und Autor Tobias Dietrich 

Filme für den Eimer – Klaus Telscher und die "Bremer Schule"

Sinnlichkeit, Erotik und Sexualität bestimmen die Filme des Abends. Gezeigt werden Filme von Klaus Telscher und seinen Bremer Filmklassen-Schülerinnen Barbara Thiel und Claudia Schillinger. Telscher war einer der prägenden Experimentalfilmemacher der 1980er/ 1990er Jahre in Deutschland. In ihrer Handwerklichkeit knüpfen seine Filme an strukturelle Arbeiten an, gehen aber in ihren inhaltlichen Bezügen darüber hinaus und werfen einen ironischen und kompromisslosen Blick auf Themen wie Männlichkeit und Deutschtum, Populärkultur und Erinnerung. Mit Studierenden seiner Bremer Filmklasse entwickelte Telscher eine Prägung des Experimentellen Films, die in der Szene bald mit dem Begriff „Bremer Schule“ gelabelt wurde.

Tobias Dietrich hat umfangreiche Studien zu einzelnen Filmen erstellt, die jetzt in Form eines Buches vorliegen, das an diesem Abend präsentiert wird. Gezeigt werden neben Telschers Filmen auch solche aus der Bremer Filmklasse der Zeit. Im Gespräch mit Christine Rüffert wird der Buchautor Telschers Werk und seine spezifische Ästhetik veranschaulichen.

 

Die Filme

Klaus Telscher | Nachsommer | BRD 1987 | s/w, Ton | 30 Min. | 16mm

Barbara Thiel | Blues Transit | BRD 1988 | 8 Min. | 16mm

Claudia Schillinger | Between | BRD 1989 | 10 Min. | 16mm

Klaus Telscher | Her Mona | BRD 1992| s/w, Ton | 7 Min. | 16mm