FILM DES MONATS

Mo. 1.1. + Di. 2.1. + So. 7.1. + So. 14.1. + Mi. 17.1. + Fr. 26.1. / 20:30

Mi. 3.1. + Fr. 6.1. + Mo. 10.1. + Sa. 13.1. + Fr. 19.1. + Mi. 24.1. + Do. 25.1. / 18:00

A Ghost Story

Es beginnt wie ein ganz gewöhnliches Drama: Ein junges Paar, „M“ und „C“, will gerade in ein neues Haus umziehen, da stirbt C bei einem Autounfall. Wo eben noch eine gemeinsame Zukunft war, klafft plötzlich schmerzhafte Leere. Doch nichts ist gewöhnlich an „A Ghost Story“ – nicht die fast quadratischen 16mm-Bilder, nicht sein erzählerischer Minimalismus und ganz besonders nicht, dass C nach seiner Identifizierung plötzlich wieder von der Krankenhausbahre aufsteht. Bedeckt von einem Leichentuch kehrt er als Geist nach Hause zurück. Dort kann er nur zusehen, wie M um ihn trauert, wie sie irgendwann neue Kräfte sammelt, wie sie schließlich auszieht. Der Geist kann ihr nicht folgen, er ist an das Haus und damit unweigerlich an das vergangene gemeinsame Leben gebunden. Und so sehen wir in langen, präzise komponierten Einstellungen die Zeit verstreichen – Tage, Monate, unendlich viele Jahre. David Lowerys Film fragt nach den Spuren, die wir in der Welt hinterlassen. Nach der Zeit, die uns bleibt, bis sich niemand mehr an uns erinnert. A Ghost Story“ begreift Liebe als die einzige Möglichkeit, sich wenigstens für einen Augenblick als Teil dieser Welt zu verstehen. Er verweilt so lange in einzelnen Momenten, bis diese Momente selbst zu Geistern werden…“ (Dominic Hochholzer, Cinema Forever).

USA 2017, Regie: David Lowery, mit Casey Affleck, Rooney Mara, McColm Cephas Jr., 92 Min., OmU

Dominic Hochholzer / Cinema Forever:
A Ghost Story begreift Liebe als die einzige Möglichkeit, sich wenigstens für einen Augenblick als Teil dieser Welt zu verstehen. Er verweilt so lange in einzelnen Momenten, bis diese Momente selbst zu Geistern werden…“

Karsten Munt / critic.de:
Irgendwo zwischen Weerasethakul und Andersen: In David Lowerys A Ghost Story verweilen die Einstellungen so lange, bis in ihnen Geister zum Leben erwachen.