So. 23.2. / 18:00 * IN DER KULTURKIRCHE ST. STEPHANI mit Livemusik-Begleitung an der Beckerath-Orgel durch Tim Günther

Asphalt / STUMMFILM IN DER ST. STEPHANI-KIRCHE

Auf einem ihrer Raubzüge wird die gerissene und hübsche Brillanten-Else von Wachtmeister Holk erwischt. Um ihrer drohenden Strafe zu entgehen, verführt die Diebin den Polizisten in seiner Wohnung. Tatsächlich zeigt er Nachsicht mit ihr. Mehr noch: Die beiden verlieben sich ineinander. Doch Elses eifersüchtiger Freund, ein berüchtigter Gangster, lässt sich nicht so einfach abwimmeln. Es kommt zur Auseinandersetzung und auf einmal sieht sich Wachtmeister Holk des Mordes angeklagt. Jetzt kann nur noch Elses Zeugenaussage helfen.

„Asphalt“ ging aufgrund seiner sozialkritischen Erzählweise als einer der wichtigsten Werke des Weimarer Kinos in die Filmgeschichte ein. Besonders bekannt ist er außerdem für seine charakteristische Verarbeitung expressionistischer Einflüsse.

D 1928/29, Regie: Joe May, mit Albert Steinrück, Betty Amann, Gustav Fröhlich, 90 Min.

In Kooperation mit dem Arbeitskreis Kirche & Kino
Infos zur Kulturkirche www.kulturkirche.de

 

Tickets nur an der Abendkasse in der Kulturkirche
Eintritt: 10 / 7 Euro / mit Bremen-Pass: 3 Euro

 

Zum Weiterlesen

Thomas Brandlmeier über den Regisseur Joe May im Filmdienst / 03.12.2018

…Mit „Heimkehr“ (1928) und „Asphalt“ (1929) gelangen Joe May dann zwei Vorzeigewerke des Weimarer Kinos. Günther Rittaus Kamera gestaltete ein stringentes Kammerspiel mit dezenter Bewegung, selektivem Licht und symbolischen Landschaftsimpressionen. In „Asphalt“ übertraf sich Rittau selbst mit seinen atmosphärischen Bildern und seiner mobilen Bildgestaltung. Der Film ist ein Kammerspiel um eine Trickdiebin (Betty Amann), die einen Polizisten (Gustav Fröhlich) verführt. Betty Amann, die das Zeug zu einer zweiten Louise Brooks gehabt hätte, hat nie wieder eine so gute Rolle bekommen.

Mehr über den Film: www.filmportal.de/film/asphalt

Zwei Kritiken zur damaligen Aufführung von 1929: