Sa. 23.2. / 20:30 * mit Live-Improvisation von realtime – Forum Neue Musik

Die Liebe der Jeanne Ney / STUMMFILM

Als um 1918 die kommunistische Rote Armee die Krim besetzt, wird Jeannes Vater, ein französischer Journalist, ermordet. Mit Hilfe des Bolschewiken Andreas, den sie liebt, gelingt es Jeanne, alleine nach Paris zu fliehen. Dort kommt sie bei ihrem Onkel Raymond unter und kann in dessen Detektivbüro arbeiten. Andreas gelingt es, als kommunistischer Agent nach Paris abgeordnet zu werden und sie verbringen eine Liebesnacht zusammen. Ihr Glück ist nur von kurzer Dauer, denn sie werden von einem russischen Spitzel der Gegenseite verfolgt. Er dringt in das Detektivbüro ein, stiehlt wertvolle Diamanten und ermordet Jeannes Onkel. Der Verdacht fällt auf Andreas. Jeanne aber gelingt es, den flüchtigen Täter in der Eisenbahn zu stellen und ihn der Polizei zu übergeben. Nach seiner Premiere im Jahre 1927 wurde Film von der Zensur stark gekürzt. Die hier gezeigte restaurierte Version beruht auf der kompletten Positivkopie aus den USA.

„Sentimentale, doch hervorragend inszenierte Kriegsgeschichte über die Zeit nach der russischen Revolution: die Tochter eines französischen Journalisten verliebt sich in Odessa in einen Offizier der Roten Armee und trifft ihn später in Paris wieder, wo sie ihn vor der Guillotine retten kann. Klassischer UFA-Stummfilm, der Elemente des sowjetischen Revolutionskinos mit dem Expressionismus deutscher Prägung mischt. Die realitätsnahe Inszenierung wird durch melodramatische Effekte überhöht.“– Lexikon des internationalen Films

D 1927, Regie: Georg Wilhelm Pabst, mit Édith Jéhanne, Fritz Rasp, Eugen Jensen, Brigitte Helm, 113 Min., nach dem Roman von Ilja Ehrenburg