Sa. 16.2. / 20:30

Mi. 20.2. / 18:00

A Streetcar Named Desire / MEISTERWERKE

Die Lehrerin Blanche sucht Zuflucht bei ihrer Schwester Stella und deren Mann Stanley im schwülen New Orleans, nachdem sich ihr Mann umgebracht hat. Dem ungehobelten Stanley ist Blanche auf Anhieb ein Dorn im Auge - auch weil Blanche in einer Art Traumwelt lebt. Es kommt zu gefährlichen Spannungen, die in eine Katastrophe münden.

1947 hatte Regisseur Elia Kazan das Stück nach dem Roman von Tennessee Williams am Broadway in New York aufgeführt. Stanley Kowalski ließ er durch den noch völlig unbekannten Marlon Brando spielen. Brandos Spiel machte das schwer verdauliche Stück zu einem sensationellen Publikumserfolg. Dennoch dauerte es mehrere Jahre, bis sich Hollywood an eine Verfilmung traute. Bevor Kazans Film in die Kinos kam, wurde zudem mehrfach zensiert.

Am 19. September 1951 startete der Film in den New Yorker Kinos. Er wurde ein Kassenerfolg und mit vier Oscars und weitere Auszeichnungen überhäuft. Das Zusammenspiel von Leigh und Brando gibt dem Film eine fesselnde Intensität. Hinzu kommen eine Kameraführung nah an den Figuren, ein aufreizender Jazz-Soundtrack und die engen Unterhemden von Marlon Brando. Die bis dahin unbekannten Hemden werden zur Mode der Jugend.

USA 1951, Regie: Elia Kazan, mit Vivien Leigh, Marlon Brando, Kim Hunter, Karl Malden, 122 Min., OmU

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Roger Ebert, der legendäre Kritiker der Chicago Sun, mit einer Nachbetrachtung zum Film vom November 12, 1993:

Marlon Brando didn't win the Academy Award in 1951 for his acting in "A Streetcar Named Desire." The Oscar went to Humphrey Bogart, for "The African Queen." But you could make a good case that no performance had more influence on modern film acting styles than Brando's work as Stanley Kowalski, Tennessee Williams' rough, smelly, sexually charged hero…

https://www.rogerebert.com/reviews/a-streetcar-named-desire-1993