Cinéfête 19

Großes frankophones Kino, Spaß und Emotion warten jedes Jahr auf die 100 000 Schüler, die Cinéfête besuchen. Das Festival tourt seit 18 Jahren durch deutsche Kinos und wird inzwischen in über 100 Städten angeboten! Das Projekt ist so einfach wie wirkungsvoll: Das Klassenzimmer wird ins Kino verlegt. Ein Jahr lang tourt eine Auswahl von sechs bis acht französischen Filmen, die eine einzigartige Chance bieten, den französischen Nachbarn, seine Sprache sowie seine traditionsreiche (Kino-)Kultur besser kennen zu lernen. Alle Filme werden den Schülern in Originalversion mit Untertiteln angeboten. Die Lehrer können vorab an vom Institut Français angebotenen Fortbildungen teilnehmen und erhalten zu jedem Cinéfête-Film online ein pädagogisches Begleitheft, das die Vor- und Nachbereitung der Filme im Unterricht begleitet.

Cinéfête wurde im Oktober 2000 zum europäischen Jahr der Sprachen von der Französischen Botschaft und dem Institut Français ins Leben gerufen. Seit 2004 wird das Festival von der AG Kino-Gilde e.V., dem Verband der Programmkinos und Filmkunsttheater in Deutschland, mitveranstaltet.

Weiterführende Informationen sowie pädagogisches Begleitmaterial finden sich auf www.cinefete.de

 

Vom 18.2. bis 1.3.2018 im CITY 46!

Anmeldungen ab sofort möglich:

Eintrittspreis: 4,-€ / Schüler*in (Begleitpersonen frei)

Schulvorstellung
Mo. 18.2. / 10:00

Le Grand Méchant Renard et autres contes

Auf dem Hof Val Fleuri ist bei den Tieren keine Langeweile zu spüren. Hier wird es in drei Episoden bewiesen. In der ersten wird ein Schwein von einem faulen Storch damit beauftragt, ein Baby nach Avignon auszuliefern. In der zweiten stiehlt ein Fuchs Eier und soll dann die drei Küken im Wald selbst erziehen, während der Wolf auf sie hungrig lauert und die Henne ihre gnadenlose Rache plant. Zum Finale sind eine Ente und ein Hase davon überzeugt, dass die den Weihnachtsmann getötet haben, und fühlen sich deshalb verpflichtet, das Weihnachtsfest zu retten.
"Der kleine Fuchs und seine Freunde - Das große Kinoabenteuer" ist animierter Spaß für die jungen Filmfreund*innen, basierend auf der langen, beliebten französisch-belgischen Comic-Tradition, die Klassiker wie "Asterix" oder "Lucky Luke" hervorbrachte.

Deutscher Titel: Der kleine Fuchs und seine Freunde - Das große Kinoabenteuer, Animationsfilm, Frankreich/Belgien 2017, 80 Min., Regie: Patrick Imbert & Benjamin Renner, 1.-6. Kl., FSK: 0

Schulvorstellung
Di. 19.2. + Fr. 1.3. / 10:00

Cherchez la femme

In der unterhaltsamen und flotten Verwechslungskomödie gerät die Pariser Studentin Leila mit ihrem Bruder Mahmoud aneinander. Nach einem Urlaub in der Heimat möchte dieser einen konservativen Lebensweg einschlagen und über seine Familie bestimmen. Darunter leidet nicht nur Leila, sondern auch ihr Partner Armand, der ab sofort Besuchsverbot hat. Die Lösung kommt in Form des Schleiers - Armand gibt sich als verhüllte Scheherazade aus und gibt vor, Leila Sprache und Kultur des Orients beizubringen. Ein guter Plan, jedoch konnte keiner damit rechnen, dass Mahmoud ein Auge auf die mysteriöse Schöne wirft und sie sogar zur Braut machen will.
Mit "Voll Verschleiert" entschärft die im Iran geborene Französin Sou Abadi gesellschaftlich schwierige Themen wie Religion, Radikalismus und Geschlechterrollen und beweist, dass sich mit einem leichten Augenzwinkern über alles besser reden lässt.

Deutscher Titel: Voll verschleiert, Komödie, Frankreich 2017, 85 Minuten, Regie: Sou Abadi, 9.-13. Klasse, FSK: 6

Schulvorstellung
Mi. 20.2. / 10:00

Kiss and Cry

Ein ganz normales Leben führt die fünfzehnjährige Sarah nicht: vor und nach der Schule bereitet sich die Eiskunstläuferin auf die Wettbewerbe des Wochenendes vor. Ihre Familie unterstützt sie, die eigene Mutter ist ihr Coach und das Familienleben dreht sich um ihre Karriere. Diesem von außen aufgesetzten Druck standzuhalten, diesen streng geregelten Alltag zu akzeptieren, das fällt einem mit 10 bestimmt leichter als mitten in der Pubertät. Wie wird sich die zwischen Ambition, Freiheitsdrang und Emanzipationswillen gerissene Sarah selbst behaupten?
Dieser dokumentarisch anmutende Film veranschaulicht auf sehr persönliche Weise die inneren Konflikte der Adoleszenz und die einhergehende Suche nach sich selbst, die jede/n Schüler/in anspricht.

Coming-of-Age, Drama, Frankreich 2017, 78 Minuten, Regie: Chloé Mahieu & Lila Pinell, 7.-10. Klasse, FSK: o.A.

Schulvostellung
Do. 21.2. + Do. 28.2. / 10:00

Patients

Was tun, wenn nichts mehr geht? Noch vor wenigen Tagen führte Paul ein ganz normales Leben, jetzt ist der junge Sportler Patient in einer Reha-Klinik. Ein Unfall hat ihn vom Kopf abwärts gelähmt, seine Chancen auf Heilung sind unklar. "Lieber leben" begleitet seinen Protagonisten bei der Suche nach einem neuen Einstieg, nachdem alles auf Null gesetzt wurde. Dabei bekommt er jede Menge Hilfe, von Therapeuten, Familie und neuen wie alten Freunden. Schnell merkt Paul, wie man selbst die schwierigste Zeit positiv drehen kann: Gemeinsamkeit, Austausch, eine Portion Alltagshumor und vielleicht sogar etwas Flirten.
Es ist eine große Stärke des französischen Kinos, sich komplizierten Themen mit Witz und Feingefühl anzunähern, hier erzählt Co-Regisseur Fabien Marsaud aus seiner eigenen Vergangenheit und macht sie zu einer authentischen und unterhaltsamen Geschichte.

Deutscher Titel: Lieber leben, Komödie, Drama, Frankreich 2016, 112 Minuten, Regie: Mehdi Idir & Fabien Marsaud, 7.-13. Klasse, FSK: 6

Schulvorstellung
Fr. 22.2. + Mi. 27.2. / 10:00

A voix haute - La force de la parole

Wie kann man vor einem großen Publikum sprechen, wenn man sich von vorn herein gesellschaftlich ausgeschlossen fühlt? "À voix haute" zeigt, wie Student*innen eines Pariser Banlieues auf den Rhetorikwettbewerb Eloquentia vorbereitet werden. Darunter auch Jugendliche, die auf Grund von Herkunft oder Vergangenheit zunächst wenig Perspektiven hatten. Im Zuge des Trainings wachsen sie als Gruppe zusammen und merken, dass sie mit dem Einsatz von Sprache und Rhetorik aktiv ihre eigene Zukunft gestalten und Worte als Instrumente ihrer Integration nutzen können.
Die Tradition der öffentlichen Debatte wird an französischen Schulen wenig gefördert. Der Film zeigt, wie Jugendliche aus den Banlieues mit Hilfe von Sprache und Kommunikation den Kampf gegen die Ausgrenzung gewinnen können.

Dokumentation, Frankreich 2016, 99 Minuten, Regie: Stéphane de Freitas & Ladj Ly, 10.-13. Klasse, FSK: o. A.

Schulvorstellung
Mo. 25.2. / 10:00

Demain et tous les autres jours

Für Mathilde ist kein Tag wie der Andere. Die 9-Jährige lebt bei ihrer Mutter, doch diese leidet an einer psychischen Erkrankung und kann sich nicht immer um ihre Tochter kümmern. Die guten und schlechten Tage formen die außergewöhnliche Mutter-Tochter-Beziehung und lassen Mathilde sehr früh lernen, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen. Gleichzeitig ärgert sie sich über ihre Situation und wünscht sich, eine "normale" Familie zu haben. In schwierigen Zeiten kann Mathilde sich auf ihr Haustier verlassen, eine gesprächige Eule, die mit dem Mädchen nicht nur Abenteuer unternimmt, sondern sich auch als vertrauensvoller Zuhörer erweist.
Irgendwo zwischen Märchen, Drama und Abenteuer befindet sich "Demain et tous les autres jours". Universelle Themen wie die Dynamik einer Eltern-Kind-Beziehung verbindet der Film mit einer herzlichen Ode an die zügellose Fantasie der Kindheit.

Drama, Abenteuer, Frankreich 2017, 91 Min., Regie: Noémie Lvovsky, 5.-10. Kl., FSK: o.A.

Schulvorstellung
Di. 26.2. / 10:00

Un sac de billes

In der deutsch besetzten Hauptstadt fürchtet die Familie des jüdischen Friseurs Roman Joffo um ihr Leben. Um von den Nazis nicht entdeckt zu werden, teilen die Familienmitglieder sich auf, verleugnen ihr Judentum und flüchten aus Paris. Der Film folgt den beiden jüngsten Brüdern Joseph und Maurice auf ihrer Reise. In mehreren Etappen und über mehrere Jahre durchqueren die Brüder das Land, stets begleitet von der Angst, entdeckt zu werden und der Hoffnung, ihre Familie lebendig wiederzusehen.
Emigration und Flucht sind wichtige und bewegende Themen in der heutigen Gesellschaft. "Ein Sack voll Murmeln" erzählt die zeitlose Geschichte einer Vertreibung aus Sicht der Vertriebenen. Eine historische Lehrstunde, basierend auf dem autobiographischen Roman von Joseph Joffo und inszeniert als dramatisches Abenteuer.

Deutscher Titel: Ein Sack voll Murmeln, Drama, Abenteuer, Historie, Biopic, Frankreich/Kanada 2017, 113 Minuten, Regie: Christian Duguay, 7.-13. Klasse, FSK: 12