Mo. 19.2. / 20:30
Di. 20.2. / 18:00

Frantz

Deutschland 1919 – jeden Tag besucht die junge Witwe Anna das Grab ihres, während des Ersten Weltkrieges in Frankreich gefallenen Verlobten Frantz. Als Waise ist sie vollkommen in sein Leben und seine übrig gebliebene Familie eingetaucht. Das Leben in der deutschen Kleinstadt geht weiter. Doch eines Tages entdeckt Anna einen Fremden, der Blumen auf Frantz' Grab niederlegt. Es handelt sich um den Franzosen Adrien, er scheint den Gefallenen ebenso zu betrauern wie Anna. Allerdings bleibt die Anwesenheit eines Franzosen in der Stadt, kurz nach der deutschen Niederlage, nicht lange unbeachtet – und Adrien schien ganz andere Seiten von Frantz zu kennen.

F / D 2016, Regie: François Ozon, mit Pierre Niney und Paula Beer, 114 Min., OmU

Auf den Festspielen von Venedig gerade als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet, zeigt […] (Paula Beer) hier, dass sie auf dem Weg ist, eine wundervolle Schauspielerin zu werden. Ihr Gesicht – die Kamera liebt es – drückt alle Gefühlsauf- und -umschwünge dieser windungsreichen Geschichte aus, kommentiert sie, ist ihr eigentliches Zentrum, staunend und fragend und dann wieder von frühem Wissen verschattet. Ganz nah am Kitsch liegt das Sujet dieses Films, wie sollte es anders sein, wenn die Weltgeschichte so unmittelbar in die amourösen Verhältnisse hineinragt, aber dass Ozon am Ende die richtige Art Sentimentalität erzeugen kann, liegt an Pierre Niney, vor allem aber an Paula Beer."

www.zeit.de/2016/41/frantz-francois-ozon-film-paula-beer

Fr. 23.2. / 20:30
Sa. 24.2.
+ So. 25.2. / 18:00

Mit Siebzehn

Irgendwo in den französischen Pyrenäen gehen die beiden 17-jährigen Damien und Thomas in dieselbe Klasse eines Gymnasiums. Damien wohnt bei seiner Mutter Marianne, einer Landärztin, im Tal. Sein Vater ist Hubschrauberpilot beim Militär und befindet sich im Auslandseinsatz. Der adoptierte Thomas lebt hingegen auf einem entlegenen Bauernhof und braucht jeden Tag mehr als eine Stunde zur Schule. Als bei seiner Mutter eine Schwangerschaft festgestellt wird, lädt Marianne Thomas dazu ein, für eine Weile bei ihr und Damien zu wohnen, um die Familie zu entlasten und auch der kürzere Schulweg würde ihm sicher guttun. Doch Damien und Thomas können sich nicht ausstehen und sind von der Aussicht, gemeinsam zu leben, alles andere als begeistert. Die Spannungen, die zwischen ihnen herrschen, entladen sich schon bald in Gewalt…

Quand on a 17 ans – F 2016, Regie: André Téchiné, mit Sandrine Kiberlain, Kacey Mottet Klein, Corentin Fila, 116 Min., OmU