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Filmreihe Schönheit - Februar bis September 2017

In einer Zeit, da die Welt aus den Fugen zu geraten scheint, mag sich mancher fragen, warum man sich mit einem Thema wie Schönheit beschäftigen soll. Aber bei genauer Betrachtung fällt auf, dass große Teile unserer Gesellschaft jetzt erst recht den verschiedenen Schönheitsidealen hinterherjagen. Kaum ein Tag vergeht ohne Top Model-Show, die Zeitungen sind voll von Kosmetik- und Mode-Anzeigen, die Kunden immer jünger und bei der Oscar-Verleihung ist in vielen Medien nicht der Beste Film wichtiger, sondern wer das tollste Kleid getragen hat. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Schönheitsideale immer schon hochgehalten wurden, und das auch in Gesellschaften, die wesentlich instabiler und ärmer waren als unser Kulturkreis heute. Und was als schön gilt, ist immer relativ und Geschmackssache.
Die Filmreihe „Schönheit“ möchte das Thema mit selten zu sehenden historischen Filme sowie Dokumentar- und Genrefilmen wie z.B. Horror oder Science Fiction, die alternative Ansätze darstellen, in all seiner Vielfalt im Kino präsentieren. Abgerundet wird die Reihe mit Einführungen zu den Filmen und einem Workshop.
Die Reihe wird ermöglicht durch die Karin und Uwe Hollweg-Stiftung

Fr. 24.2. / 19:00 * Eröffnung
So. 26.2. + Di. 28.2. / 18:00

La Grande Bellezza

Vor mehr als 40 Jahren hat er einen erfolgreichen Roman geschrieben. Seitdem ruht er sich auf seinen ertragreichen Lorbeeren aus, lässt sich durchs sommerlich pulsierende Rom treiben. Jep Gamberella, Schönling und unverbesserlicher Verführer, krönt jedes gesellschaftliche Event der Reichen und Schönen. Doch nun steht der 65. Geburtstag bevor . und die eigene Vergänglichkeit in beängstigender Größe vor ihm. Gambardella wird sich schmerzlich der Oberflächigkeit der opulent römischen Gesellschaft bewusst, der er selbst angehört. »La Dolce Vita« - das süße Leben - der Vergleich zu Fellinis Filmklassiker von 1960 ist schnell gezogen. »Überraschenderweise hält Sorrentinos Rom-Alptraum den Vergleich nicht nur gut aus. Der Film besteht als moderne Variante der alten Saga.«(www.getidan.de)

Italien/F 2013, Regie: Paolo Sorrentino, mit Toni Servillo, Carlo Verdone, Sabrina Ferilli, 142 Min., OmU

Mehr zum Film im Hamburger Abendblatt 25.7.13:
„La Grande Bellezza“: Das süße Nichtstun langweilt. Sorrentinos Verbeugung vor Fellini, … ist deutlich, aber gleichzeitig gelingt ihm mit "La Grande Bellezza" etwas ganz Originäres, Trauriges und Schönes zugleich. Denn die Welt ist eine andere. … Bei aller Freude am Visuellen, am Auswalzen der Symbolik, ist "La Grande Bellezza" ein wahrhaft tiefsinniger Film.“
http://www.abendblatt.de/kultur-live/article118363434/La-Grande-Bellezza-Das-suesse-Nichtstun-langweilt.html

Mehr zum Film:
http://www.artechock.de/film/text/kritik/g/grbedi.htm
http://www.getidan.de/kritik/film/peter_claus/54398/la-grande-bellezza-ab-25-juli