Sa. 1.12. bis Mi. 5.12. / 17:45

Pink Elephants / NEU IN BREMEN

Bernard Hiller ist ein prominenter amerikanischer Coach für Schauspieler, Manager und andere Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen. Die Methoden, mit denen er bei den Teilnehmern seiner Workshops bisher ungekannte Gefühle auslöst, sind ungewöhnlich und für manchen wohl auch frag-würdig. Auf der Grundlage des von Lee Strasberg entwickelten, legendären „Method Acting“ führt Hiller seine Schüler immer wieder an ihre Grenzen. »Your brain is a piece of shit!« Die Aussagen, mit denen Hiller seine Teilnehmer konfrontiert, treffen sie mit voller Wucht und haben doch ein klares Ziel: Selbstliebe im Angesicht der ungeschminkten Wahrheit. Kritik an sich selbst oder gar am Coach ist unerwünscht!

Das Gefühl vollkommener Freiheit wird ebenso intensiv erfahren wie das der totalen Abhängigkeit, das der Angst ebenso wie das eines unbedingten Vertrauens. Was tut man/frau z.b. für den Traumberuf Schaupieler*in? Susanne Bohlmann dokumentiert Hillers Methode so, dass die Zuschauer sich selbst die Frage stellen können, ob es hier um positive Persönlichkeitsentwicklung geht oder schlicht um Manipulation.

D 2017, Regie: Susanne Bohlmann, mit Bernard Hiller, 92 Min., OmU

Hintergrundinfos der Regisseurin:
»Als ich vor einigen Jahren die erste Aufnahme für „Pink Elephants“ gedreht habe, war mir nicht bewusst, wie viel Energie, Zerrissenheit und Konflikt mich dieser Film kosten wird. Natürlich war das Thema ganz meine Welt, denn auch ich war Schauspielerin und hatte den gleichen Traum wie viele der Protagonisten. Die Arbeit an diesem Film hat mich verändert. Ich entdeckte meine Liebe zum Dokumentarfilm und verlor meinen Wunsch Schauspielerin zu sein…»

http://www.wfilm.de/pink-elephants/regiekommentar_484

 

Homepage von Bernard Hiller:
http://www.bernardhiller.com/

 

Trailer auf:
http://www.wfilm.de/pink-elephants/pressestimmen/

 

Testimonials zum Film auf:
https://www.pinkelephantsmovie.com/presse-testimonials/

 

Erklärung des Filmtitels auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rosa_Elefant

Mi. 5.12., Do. 6.12. So. 9.12. + Mo. 10.12. / 20:00

Do. 13.12., Sa. 15.12. bis Mo. 17.12. + Mi. 19.12. / 17:45

Piripkura - Die Suche nach den Letzten ihres Volkes / NEU IN BREMEN

Nach der Wahl Ende Oktober 2018 hat dieser Film leider an aktueller Brisanz gewonnen. Dass es in Brasilien überhaupt eine Indigenenschutzbehörde namens FUNAI gibt, sagt schon viel. Und es ist fraglich, ob die Behörde weiter ihrer Aufgabe nachgehen kann.

„Piripkura“ wirft ein Licht auf die die systematische Gewalt gegen die im Amazonasgebiet lebende indigene Bevölkerung. Inmitten des Regenwalds in Brasilien leben die letzten zwei Angehörigen des Volkes der Piripkura. Um ihren Lebensraum vor der Abholzung zu beschützen, muss Jair Candor, Koordinator der FUNAI, beweisen, dass die letzten beiden Überlebenden noch dort leben. Gemeinsam mit einer Film-Crew und mit Rita, der letzten Verwandten der Beiden, begibt er sich in die Tiefen des Tropenwalds auf die Suche nach Pakyî und Tamandua. Jair Candor kennt die Piripkura seit vielen Jahren. Rita konnte ebenso wie ihr Bruder Pakyî und ihr Neffe Tamandua fliehen, als ihr Volk niedergemetzelt wurde. Seitdem lebt Rita in der Stadt, die beiden Männer blieben im Dschungel, wo sie konstant bedroht sind von Goldsuchern und anderen Weißen.

Die erste Expedition bleibt erfolglos. Sechs Monate vor Ablauf des Landnutzungsverbots organisiert Jair Candor eine zweite Expedition. Diesmal kommt es zur Begegnung mit Pakyî und Tamandua. Trotz der beeindruckenden Widerstandsfähigkeit und Beharrlichkeit der letzten Piripkura liegt eine unausweichliche Frage in der Luft: Wie lang kann das noch weitergehen?

Eine ergreifende und außergewöhnliche Geschichte, die uns keine andere Wahl ließ, als PIRIPKURA mit dem Menschenrechtspreis auszuzeichnen.“ - IDFA Amsterdam Jury

Brasilien 2017, Regie: Mariana Oliva, Renata Terra & Bruno Jorge, 81 Min., OmU

Festivals / Preise:

  • Amsterdam Human Rights Award, 2017 (Internationaler Menschenrechtspreis)
  • Bester Dokumentarfilm, Rio de Janeiro Film Festival, 2017
  • Bester Internationaler Documentarfilm, Docville, 2017

 

 

Zum Weiterlesen:

„Fast gleichzeitig kommen zwei Dokumentarfilme ins Kino, die von indigenen Völkern handeln und ein Publikum ansprechen, das sich für den Zusammenhang von Menschenrechten, kultureller Vielfalt und Ökologie interessiert:…“
https://www.programmkino.de/content/links.php?id=4317

 

More information, and ways to help, can be found at:
https://www.survivalinternational.org/about/funai

 

Verleih: mindjazz pictures / Kinostart: 29. November 2018
https://mindjazz-pictures.de/filme/piripkura-die-suche-nach-den-letzten-ihres-volkes/

Do. 6.12.+ Fr. 7.12. + Mo. 10.12. + Mi. 12.12. / 18:00

Sa. 8.12. + So. 9.12. + Di. 11.12. / 20:30

Di. 11.12. / 21:30

 

***Achtung: Am Di. 11.12. kann JOTA aufgrund der Filmlänge der vorherigen Vorstellung erst um 21:30 beginnen!***

Jota – Mehr als Flamenco / NEU IN BREMEN

Die Jota – einer der traditionsreichsten spanischen Tänze, schon immer ein bisschen im Schatten des Flameco stand, wird fast überall in Spanien getanzt, wobei der Tanz je nach Region sehr unterschiedliche Formen und Traditionen angenommen hat. Zu den bekanntesten Varianten gehören die aragonesische, die navarrensische und die galicische Jota. Nachdem Regisseur Carlos Saura, seit Jahrzehnten einer der wichtigsten und einflussreichsten Regisseure Europas, bereits Musikdokumentationen wie »Sevillanas«, »Flamenco« oder »Fados« gedreht hat, widmet er »Jota - Mehr als Flamenco« nun der Variante, die in seiner Heimat Aragon getanzt wird. Dabei geht er sowohl auf Entstehung und Geschichte der Jota ein als auch auf die Menschen, die sich für Erhalt und Weiterentwicklung des Tanzes einsetzen. Mit der weltberühmten Flamencotänzerin Sara Baras, dem Flamencogitarristen Juan Manuel Cañizares, dem Geiger Ara Malikian und dem Balletttänzer Miguel Ángel Berna.

(eng.: J: Beyond Flamenco) – orig. La Jota – E/ARG 2016, Regie: Carlos Saura, mit Sara Baras, Juan Manuel Cañizares, Ara Malikian, Miguel Ángel Berna, 87 Min., span. OmU

»Ein optisch äußerst reizvollen Film, der der jahrhundertealten Tanz-Tradition Tribut zollt.« (Vollständige Kritik / Programmkino.de)

»Ein Muss für alle Flamenco-Liebhaber-innen, ein musikalisches Erlebnis für Augen und Ohren!« (Verleih / Cine Global)

»Eine visuelle Reise, wo Szenerie und Licht ganz gezielt eingesetzt werden, ein lebendiges, historisches und einzigartiges Dokument für zukünftige Generationen und eine Erinnerung und Referenz für jeden, der Musik mag.« (Verleih / Cine Global)

»Saura brings out the most of jota’s sexy rhythm, though, when he lets the camera dance in tandem with the performers. The extra movement gives the dance a spicier spark.« (Vollständige Kritik auf Englisch / Point of View Magazine)

Fr. 14.12., Di 17.12. + Mi. 19.12. / 20:30

Sa 15.12., So. 16.12. + Di. 18.12. / 18:00

Sa. 22.12., So. 23.12, Di. 25.12., 26.12. / 17:45

November / NEU IN BREMEN

In einem kleinen estnischen Dorf im 19. Jahrhundert treiben böse Geister, furchteinflößende Kreaturen und die Pest ihr Unwesen. Der Winter und die damit verbundene Kälte und Dunkelheit tun ihr Übriges, um den Dorfbewohnern das Leben schwer zu machen. Um zu überleben, bestehlen sie einander und schrecken sogar vor schwarzer Magie nicht zurück. Auch Bauerstochter Liina hat es hier alles andere als leicht. Ausgerechnet in den Dorfjungen Hans verliebt sie sich, dabei hat dieser doch nur Augen für die junge Baronin. In ihrem Unglück schließt Liina einen Pakt mit dem Teufel und wird dadurch zum Werwolf. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellt!

Der estnische Regisseur Rainer Sarnet mixt in „November“ gekonnt Fantasy-Horror mit Romanze. Der Film besticht dabei vor allem durch düstere Schwarzweiß-Bilder und sonderbare Figuren: Von furchteinflößend bis skurril ist hier alles vertreten.

EST/NL/PL 2017, Regie Rainer Sarnet, mit Rea Lest und Jörgen Liik, 115 Min., est. / dt. OmU

Surrealistisches und skurriles Folk Horror Cinema aus Estland mit Dieter Laser. „Sarnet elevates his Rabelasian folktale into a tragedy illustrated by haunting, metaphorical imagery.“ (Bosten Globe)

„Obwohl die emotionale Anziehungskraft des Liebesdreiecks in der zweiten Hälfte immer verlockender wird, zieht es „November“ die meiste Zeit vor, uns mit der Merkwürdigkeit des Settings und der Figuren zu umgarnen.“ (The Hollywood Reporter)

„Die so selbstverständlich starke Nähe zum Absonderlichen macht „November“ so unheimlich. Und die Verwurzelung der bizarren Verhaltensweisen seiner Figuren in solch verständliche Beweggründe (normalerweise Gier), machen den Film so unerwartet amüsant und nachvollziehbar.“ (Variety)