QUEERFILMNACHT

Die queerfilmnacht vereint die beiden bisherigen Filmprogramme – die rein lesbisch ausgerichtete L-Filmnacht und die schwule Gay-Filmnacht – und öffnet sich zugleich gegenüber Filmen, die auch andere sexuelle Identitäten wie Bisexualität, Transgender, Intersexualität usw. thematisieren.

Die queerfilmnacht wird in enger Kooperation mit dem SISSY-Blog programmiert, dem neuen Zuhause des SISSY-Magazins. Die SISSY, 2008 als Printmagazin gegründet, galt mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren und über 5.500 Abonnenten bis zu ihrer vorübergehenden Einstellung im Herbst 2015 als wichtigstes queeres Filmmedium in Deutschland und erfreute sich vor allem innerhalb der schwul-lesbischen Szene einer enormen Bekanntheit.

Im August 2016 ging die SISSY als Online-Magazin www.sissymag.de mit dem bewährten inhaltlichen Fokus und zahlreichen neuen Formaten an den Start. Die queerfilmnacht wird in der SISSY umfangreich präsent sein.

Fr. 20.12. / 20:00

Wild Nights with Emily / QUEERFILMNACHT

Mitte des 19. Jahrhunderts führt die weltbekannte Dichterin Emily Dickinson (1830-1886) eine leidenschaftliche und intime Liebesbeziehung mit ihrer Freundin und Schwägerin Susan. Zu ihren Lebzeiten wussten nur wenige von dieser Beziehung, da Emily Dickinson als mysteriöse und zurückgezogen lebende Frau galt, zu sensibel für die Welt. Auch nach ihrem Tod wurde die Beziehung streng geheim gehalten – allen voran von ihrer ehrgeiziger Verlegerin Mabel. Sie manipulierte sogar die posthum veröffentlichten Gedichte, indem sie Emilys feurige Liebesbriefe an Susan einfach an Männer umadressierte.

Der Film ist eine humorvolle wie kühne Neubewertung des Lebens von Emily Dickinson, basierend auf ihren privaten Briefen. Er wird den Blick auf Emily Dickinson für immer verändern. Und »erzählt zudem beispielhaft, wie eine lesbische Lebensgeschichte bewusst umgeschrieben wurde, um in ein heteronormatives Narrativ zu passen«. (QFF)

USA 2018, Regie: Madeleine Olnek, mit Molly Shannon, Amy Seimetz, Susan Ziegler, 84 Min., OmU

Zum Weiterlesen

»Beste lesbische Komödie seit Jahren. « (Indiewire)

»Wild Nights...acknowledges the overwhelming evidence that Dickinson...was a queer woman...[Madeleine Olnek's] Dickinson is full of life: she's prickly, but also funny and, of course, gloriously intelligent -- all is true of Olnek's film, too.« (Seventh Row)

»There's a refreshing nature to how Olnek gives Dickinson a certain dignity while embracing her truths that were buried in her work. « (Film Inuiry)