Do. 7.12. / 20:30 * mit Leyla Imret und Regisseurin Asli Özarslan zu Gast

Dil Leyla

In Cizre, einer kurdischen Stadt an der syrisch-irakischen Grenze, wird 2014 die junge Deutsch-Kurdin Leyla Imret zur jüngsten Bürgermeisterin der Türkei gewählt. Nach 20 Jahren in Osterholz-Scharmbeck bei Bremen kehrt sie in ihren Heimatort zurück. Die Wahl hat sie mit ganzen 81% der Stimmen für sich entschieden. Bei den Bürger*innen von Cizre beliebt, versucht Leyla Imret, die Stadt wieder aufzubauen und gegen die Unterdrückung der Kurden seitens der türkischen Regierung anzugehen. Als das türkische Militär näher an Cizre rückt, wird Leyla an ihre Vergangenheit erinnert: Als sie fünf Jahre alt war, wurde ihr Vater, ein Mitglied der kurdischen Arbeiterpartei PKK, von türkischen Soldaten getötet.

Im September 2015 wird Leyla İmret wegen angeblicher „terroristischer Propaganda“ und „Anstiftung zur Rebellion“ vom türkischen Innenminister ihres Amtes enthoben und lebt fortan unter Hausarrest, bis sie die Türkei endlich verlassen darf. Seit einigen Monaten ist sie nun wieder zurück bei ihrer Familie in Deutschland.

TRK/D 2016, Regie: Asli Özarslan, 71 Min., kurdisch-deutsch OmU