Do. 9.8. bis Mi. 15.8. / 20:30

Kolyma – Straße der Knochen / STALINS LAGER

Kolyma: bitterkalter Nordosten Sibiriens. In der Stalin-Ära wurden hier Millionen von Menschen unter grausamen Bedingungen in Arbeitslager gesperrt, um nach Gold zu schürfen. Unzählige ließen ihr Leben. Für Beerdigungen gab es keine Zeit, die Leichen wurden am Rande der 2.000 km langen Kolyma-Straße verscharrt. Sie gilt als längster Friedhof der Welt.

Ein absurd skurriler Roadtrip auf der »Straße der Knochen« durch Sibirien. Mit eigentümlich bärbeißigem Humor und auf unverwechselbar schelmisch-ironische Weise porträtiert Regisseur Stanislaw Mucha die Menschen, die dort leben, wo bis in die 80er Jahre sowjetische Straflager waren: Schräge und offene Typen, eigenwillige Charaktere: Denn »man darf nichts zu verlieren haben, um heute hier leben zu wollen«. Ein Film, der zum Nachdenken und Staunen, bisweilen zu ungläubigem Lachen anregt - ein eindringliches, lebendiges Dokument über Menschen am Ende der Welt.

D 2017, Regie: Stanislaw Mucha, 89 Min., russ. / dt. OmU

»Ernsthaft und gleichzeitig sehr humrovoll.« (Bayerischer Rundfunk)

»Mit viel Humor blickt Mucha auf ein dunkles Kapitel der Geschichte.« (3sat Kulturzeit – Kinotipp)

»Sprachlos-Machend und herausragend.« (Deutschlandfunk)

»Stanislaw Mucha ist einer der interessantesten Dokumentarfilmer. Er hat seinen ganz eigenen Stil entwickelt: Er reist mit der Kamera, erforscht eine Gegend anhand ihrer Personen.« (Kino-Zeit)