Do. 22.8. / 20:30 * zu Gast: Prof. Martina Glomb (Hochschule Hannover, Fakultät III - Medien, Information und Design)

Fr. 23.8. bis Mi.28.8. / 20:30

Westwood: punk. icon. activist / SLOW FASHION

Lorna Tuckers Filmidee stieß bei der 77-jährigen Modelegende nicht gerade auf Begeisterung. Wozu soll das gut sein? Westwood will nicht über die Stationen ihrer Vergangenheit reden. Jedenfalls nicht so viel. Also findet Tucker andere, die das tun. Sie interviewt Personen aus Westwoods privatem und beruflichem Umfeld und arbeitet mit Archivmaterial, um den Zeitgeist von Westwoods 40-jährigem Anti-Establishment-Werdegang einzufangen. Oder blickt mit Kameramann James Moriarty hinter die Kulissen aktueller Events, etwa der letzte Abend vor einer Modenschau in London oder die Eröffnung einer Westwood-Boutique in den USA.

Ihre Karriere startete die ehemalige Grundschullehrerin Anfang der 1970er-Jahre an der Seite des Sex-Pistols-Erfinders Malcolm McLaren. Schnell wurde Westwood zur Pionierin der Punk-Mode. Das von Westwood in den 1970er Jahren entworfene Destroy-T-Shirt, das sich gegen Faschismus richtet, befindet sich im Fundus des Victoria and Albert Museums. All die Puzzleteile in Tuckers Film zeigen eine außergewöhnliche Frau, die eine exzentrische Ästhetin wie auch eine energische soziale und politische Aktivistin ist. Aktuell kämpft Westwood für Klimaschutz in der Modebranche.

 

Zur Ausstellung „use-less“ über Slow Fashion im Hafenmuseum Speicher 11.

Alle Veranstaltungen siehe useless-ausstellung.de/

 

 

Großbritannien 2017, Regie: Lorna Tucker, 83 Min., OmU

Zum Weiterlesen

 

www.westwood-derfilm.de

 

„Tuckers Entscheidung, den vehementen Widerstand und Unwillen ihrer titelgebenden Protagonistin nicht auszublenden, sondern ihn dramaturgisch zu nutzen, erweist sich als richtig, da so von Anfang an deutlich wird, dass sich eine Persönlichkeit wie Westwood nicht in das Schema eines brav nacherzählenden biografischen Dokumentarfilms pressen lässt.“ Andreas Köhnemann in https://www.kino-zeit.de


In its final section, the film devotes attention to Westwood’s work as an outspoken activist concerned with various causes, especially climate change. It does not, however, mention charges that her clothes use environmentally harmful chemicals, that her furious rate of production encourages the kind of consumerism she has denounced, …” www.rogerebert.com/reviews/westwood