Do. 8.8. bis Mi. 14.8. / 20:00

Inna de Yard – The Soul of Jamaica / REGGAE RENTNER

In einem Haus an den Hängen über der jamaikanischen Hauptstadt Kingston finden sich einige der legendärsten Stimmen des Reggaes ein, darunter „Mr. Rocksteady“ Ken Boothe (*1948), Winston McAnuff (*1957), Kiddus I (*1944) und Cedric Myton (*1947). Sie waren Leader von wegweisenden Bands wie „The Congos“, hatten Nummer-Eins-Hits wie „Everything I Own“ und standen zusammen mit Bob Marley, Peter Tosh und Jimmy Cliff auf der Bühne. Heute wollen sie das Genre und ihre weltbekannten Hits neu aufleben lassen und das Unplugged-Album „The Soul of Jamaica“ aufnehmen. Um den Wurzeln des Reggaes treu zu bleiben und die Kraft Jamaikas zu spüren, verlegen sie ihr Studio in den Garten: Inna de Yard. Doch zuerst muss das Klavier von Waldameisen befreit werden.

Für Kiddus I gibt es einen großen Unterschied bei ihrer Art Reggae: „Der Dancehall von heute geht oft unter die Gürtellinie. Klar, es ist eine harte Welt, in der wir leben – aber muss man deswegen sexistisch sein oder frauenverachtend? Muss man Minderheiten beschimpfen? Als Rastafaris handeln wir nach unserem Herzen. Wir wollen die Menschen aufrichten, nicht niedermachen. Das ist wahrscheinlich der größte Unterschied zwischen uns und den Dancehall – Sängern.“

Regisseur Peter Webber (Das Mädchen mit dem Perlenohrring) begleitet die Old-Men-Supergroup während der Albumproduktion und bei der anschließenden Welt-Tournee. Die dabei entstandene Musikdoku gibt auch Einblicke in das nicht immer einfache Leben auf der Karibikinsel.

Frankreich 2018, Regie: Peter Webber, mit Ken Boothe, Winston McAnuff, Kiddus I, Cedric Myton, Judy Mowatt, 99 Min., engl. OmU

Zum Weiterlesen

 

„Die langen Rasta-Locken sind grau und strähnig geworden, die Gelenke nicht mehr ganz so geschmeidig wie damals, aber die Stimmen sind noch frisch – und die Lust, mit den alten Kollegen noch mal eine Platte aufzunehmen ist auch noch da – in einem Holzhaus in den Hügeln oberhalb von Kingston.“ Deutschlandfunk Inna da Yard

„Peter Webber verbindet musikhistorische mit biografischen Aspekten der jeweiligen Künstler. Er wirft einen Blick auf die mit dem Reggae verbundene Protestkultur der Rastafaris sowie die der Maroons, jener Afrikaner, die auf Jamaika der Sklaverei durch Flucht in die Berge entkamen.“ Manfred Riepe, epd Film