Rojava - Frühling der Frauen

In Kooperation mit dem „Bremer Solidaritätskomitee Kurdistan", das im August im Rundgang in der Zentralbibliothek die Ausstellung „Rojava - Frühling der Frauen" zur kurdischen Frauenbewegung präsentiert, werden zwei Filme zum Thema präsentiert.

Zur Seite des Bremer Solidaritätskomitee Kurdistan:
https://sokubremen.wordpress.com/

Mehr Informationen zur Ausstellung »Rojava – Frühling der Frauen« der Stiftung der Freien Frau aus Rojava, und zur Eröffnungsveranstaltung am Do. 3.8. in der Zentralbibliothek / Krimibibliothek, 18 Uhr, Eintritt frei, finden Sie hier:
http://www.stabi-hb.de/Veranstaltungen.html?zg1=1&zg2=1&bib=&vaid=8018

Do. 31.8. + Di. 5.9. / 18:00
Sa. 2.9. / 20:30 * Regisseur Haluk Ünal ist als Gast angefragt

Kleine schwarze Fische

Die Kamera bei diesem Dokumentarfilmprojekt richtet sich auf die kurdischen Kinder und ihre verlorene Kindheit im Südosten der Türkei. Der berührende Blick auf das Leben der Kinder in der immerwährenden Gefahren- und Kriegszone macht eindringlich klar, was das anrichten kann. Ihnen zuzuhören und von ihren Erlebnissen zu erfahren, ist für den Regisseur ein wichtiger Schritt, um zu verstehen, wie die Vergangenheit die Gegenwart beeinflusst. Regisseur A. Haluk Ünal: „Wir können das Schicksal Tausender Kinder nicht verbessern, bis die Gewalt im Südosten der Türkei aufhört, bis endlich Frieden herrscht. Wir hoffen, mit dieser Dokumentation einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zu leisten, um die schlimmen Zustände sichtbar zu machen und der Gewalt und dem Blutvergießen endlich ein Ende zu setzen.“ Der Film basiert auf der Buchvorlage “It’s not what you think” der Kurdinnen Rojin Akın und Funda Danışman, die beide in dieser Region geboren und aufgewachsen sind.

TRK 2014, Regie: A. Haluk Ünal, Ezel Akay, Serpil Güler, Cem Terbiyeli, Önder ince, 79 Min., türk. OmU

Auszeichnung mit dem „Öngören-Preis für Demokratie und Menschenrechte“ beim 21. Filmfestival Türkei Deutschland:
Jurybegründung:
„Dieser Dokumentarfilm setzt poetische visuelle Kontraste zu dem Realismus der geschilderten Gewalttaten im Südosten der Türkei. Geschehen in einem jahrzehntelangen Krieg, erinnert von elf kurdischen Überlebenden. Der unaufgeregte Erzählstil der Filmepisoden und die Schönheit der Landschaft, in der all dies geschah und noch geschieht, verdichten sich zu einem überzeugenden Friedensappell ohne Pathos; ein berührender Film über verlorene Kindheiten.“
http://2016.fftd.net/die-jurys-des-21-filmfestival-tuerkei-deutschland-haben-entschieden/

Fr. 1.9. 18:00
Mo. 4.9. + Mi. 6.9. / 20:30

Hevi - Hoffnung

Hevi heißt Hoffnung: In den kurdischen Befreiungskämpfen haben von Anfang an Frauen eine wichtige Rolle innegehabt. Die jahrzehntelangen Repressionen, in deren Folge die Männer inhaftiert oder getötet wurden, zwangen die Frauen zum Handeln. Es gibt eine feministische Tradition, da der Einsatz für eine selbstbestimmte kurdische Gesellschaft auch die Emanzipation der Frauen vorantrieb. Der Film folgt dem Schicksal von vier Kurdinnen, die sich im Widerstand auf verschiedenen Wegen gegen die Unterdrückung ihres Volkes wehren: Eren Keskin, Anwältin seit den 1990er Jahren, gibt einen sehr persönlichen Einblick in ihre Erfahrungen und erlebten Menschenrechtsverletzungen an kurdischen Frauen. Seitens des türkischen Staats wurde und wird vermehrt sexuelle Gewalt als Kriegsmittel eingesetzt. Gülten Kışanak und Aysel Tuğluk, Politikerinnen in Kurdistan, berichten vom harten Kampf, sich angesichts gewalttätiger Repression auf demokratischer Ebene durchzusetzen. Sakine Cansız, ehemalige Guerilla-Kämpferin und Mitbegründerin der kurdischen Arbeiterpartei PKK, wurde während der Dreharbeiten mit zwei Freundinnen in Paris erschossen.

D 2013, Regie: Yüksel Yavuz, 99 Min., OmU

„Andererseits zieht Hêvî seine Intensität aber gerade aus der Sympathie für den Kampf um Selbstbestimmung, der hier durch Frauen repräsentiert wird. Die Rechtsanwältin Eren Keskin, die Politikerinnen Gültan Kışanak und Aysel Tuğluk und, in Archivaufnahmen, Sakine Cansiz erzählen vom Widerstand, und damit auch von Emanzipation durch die Drangsale der Repression: Wenn die Männer eingesperrt oder getötet sind, handeln die Frauen.“ Zitat aus:
https://www.freitag.de/autoren/mdell/explosive-stoffe

Infos zum kurdischen Konflikt:
http://www.bpb.de/internationales/weltweit/innerstaatliche-konflikte/54641/kurdenkonflikt

http://www.newafilm.net/projekte/hevi.html

http://civaka-azad.org/kinostart-hevi-hoffnung/