ZWEITE CHANCE

Viele Filme sind schneller wieder aus dem Kino, als es den Zuschauern lieb ist. Hier kriegen Filme und die Zuschauer, die sie verpasst haben, ihre zweite Chance auf eine Begegnung im Kino.

Do. 18.4., Sa. 20.4., So. 21.4., Mo. 22.4. + Do. 25.4. / 20:00

Mi. 24.4. / 20:30

Drei Gesichter / ZWEITE CHANCE

Ein mysteriöses Handy-Video wird dem iranischen Regisseur Jafar Panahi und der Schauspielerin Behnez Jafari eines Tages zugespielt. Die junge Marziyeh bittet Panahi um Hilfe. Bislang konnte sie ihre Eltern nicht von ihrem Herzenswunsch überzeugen Schauspielerin zu werden. Aufgrund des schockierenden Endes des Videos entschließen sich Panahi und Jafari, in das Dorf des Mädchens zu reisen. Eine abenteuerliche Reise beginnt, in der sich alte Damen in Gräbern zur Probe legen und mysteriöse Hupkonzerte Straßen unbefahrbar machen.

Wieder einmal inszeniert der preisgekrönte Regisseur, trotz offiziellen Berufsverbots, einen cleveren Metakommentar über die patriarchalische Gesellschaft im Iran. Im Gegensatz zu seinen vorherigen Filmen „Taxi Teheran“ und „Der Kreis“ wagt es der Film, die Namen der Darsteller*innen im Abspann zu nennen – obwohl das für alle Beteiligten zu Repressionen führen könnte. Das feministische Drama erhielt in Cannes 2018 den Preis für das beste Drehbuch und.

IRN 2018, Regie: Jafar Panahi, mit: Behnez Jafari, Jafar Panahi, Marziyeh Rezej; 100 Min., farsi OmU

Links zum Film und Weiterlesen

 

»Drei Gesichter« nimmt als Ausgangspunkt eines der zentralen Themen unserer Zeit: die trügerische Mehrdeutigkeit und Manipulierbarkeit des bewegten Bildes.

https://www.epd-film.de/filmkritiken/drei-gesichter

 

Roadmovie gegen das Patriarchat: Jafar Panahis "Drei Gesichter"

Seit 2010 darf der iranische Regisseur keine Filme mehr drehen, macht es aber trotzdem. Sein neuester handelt vom entbehrungsreichen Leben auf dem Land, wo die Realität gerade für Frauen eine andere ist, als in Teheran.

Deutsche Welle