QUEERFILMNACHT

Die queerfilmnacht vereint die beiden bisherigen Filmprogramme – die rein lesbisch ausgerichtete L-Filmnacht und die schwule Gay-Filmnacht – und öffnet sich zugleich gegenüber Filmen, die auch andere sexuelle Identitäten wie Bisexualität, Transgender, Intersexualität usw. thematisieren.

Die queerfilmnacht wird in enger Kooperation mit dem SISSY-Blog programmiert, dem neuen Zuhause des SISSY-Magazins. Die SISSY, 2008 als Printmagazin gegründet, galt mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren und über 5.500 Abonnenten bis zu ihrer vorübergehenden Einstellung im Herbst 2015 als wichtigstes queeres Filmmedium in Deutschland und erfreute sich vor allem innerhalb der schwul-lesbischen Szene einer enormen Bekanntheit.

Im August 2016 ging die SISSY als Online-Magazin www.sissymag.de mit dem bewährten inhaltlichen Fokus und zahlreichen neuen Formaten an den Start. Die queerfilmnacht wird in der SISSY umfangreich präsent sein.

Fr. 19.4. / 20:30

Konsequenzen / QUEERFILMNACHT

Andrej ist 17, rebellisch und umtriebig. Er bleibt nächtelang von zuhause weg, lügt, stiehlt und hat ständig Stress mit der Polizei. Weil er sich nicht an Regeln halten kann, landet er erst vor Gericht und dann in einer Besserungsanstalt für schwererziehbare Jugendliche. Unter den Teenagern dort dreht sich alles um Drogen, Sex und Gewalt. Und es herrscht eine klare Hackordnung, an deren Spitze der brutale und unberechenbare Gangleader Željko steht. Andrej und Željko geraten sofort aneinander, doch aus der Rivalität wird bald eine Kameradschaft, in der sich Andrej bis zu einem bestimmten Punkt unterordnet. Je länger die beiden Zeit zusammen totschlagen, desto mehr fühlt sich Andrej auch körperlich zu seinem Freund hingezogen. Željko teilt das Begehren - und weiß es gleichzeitig kaltblütig für seine Zwecke auszunutzen.

Posledice - SLO/AT 2019, Regie: Darko Štante, mit Matej Zemljič, Timon Šturbej, Gašper Markun, 95 Min., slow. OmU

Zum Weiterlesen

 

»Fesselnd und authentisch erzählt KONSEQUENZEN von aufkeimender Sexualität und Teenage Angst, von den rohen Impulsen des Heranwachsenens und den Unsicherheiten, die darunter liegen. Für seinen schonungslosen Debütfilm konnte Regisseur Darko Štante auf eigene Erfahrungen als Lehrer in einem slowenischen Jugendgefängnis zurückgreifen. Ein rauer, vor homoerotischer Potenz strotzender Coming-of-Age-Film, in dem die beiden Newcomer Zemljič und Timon Šturbej mit gewaltigen Darstellungen glänzen.« (Verleih: Salzgeber / Queerfilmnacht)

 

»Darko Stante zeigt in Posledice, wie hart es sein kann für einen Jugendlichen, der „anders“ ist, sich unter Gleichaltrigen zu behaupten und sich nicht selbst zu verleugnen. Untermalt mit slowenischen und serbischen Trap- und Hip-Hop Sounds macht das Coming-of-Age-Drama Homofeindlichkeit und sozialen Druck sichtbar, eingebettet in grundlegende Probleme des Rechts- und Sozialsystems der slowenischen Gesellschaft.« (Queergestreift)