Sa. 13.4. – Mi. 17.4. / 20:00

Ohrensausen / NEU IN BREMEN

Ein Mann erwacht eines Tages mit einem Ohrensausen und einer Notiz in seinem Kühlschrank. Sein Auto wurde ausgeliehen und sein bester Freund Luigi ist tot. Nur blöd, dass er noch nie von einem Luigi gehört hat und sich an nichts vom gestrigen Tag erinnert. Komplett absurd wird es dann, als zwei aufdringliche Nonnen ihn besuchen, sein behandelnder Ohrenarzt sich als ein Sadist erweist und er Hip-Hop Stars von den Philippinen kennen lernt. Doch an diesem einen Tag, an dem er das Ohrensausen beseitigen will, erkennt er die Verrücktheit der Welt, und das verändert sein Leben für immer. Zwischen Anpassung und dem Wunsch nach freier Entfaltung hatte er sich im Laufe seines bisherigen Lebens in einen Menschen gewandelt, der nur der Vernunft gehorchte.

Orecchie - Italien 2016, Regie: Alessandro Aronadio, mit Daniele Parisi, Silvia D'Amico, Rocco Papaleo, 94 Min, OmU, s/w

Pressestimmen aus Italien

Ein wirklich kafkaesker Film. […] Ein mutiges Unterfangen (Corriere della Sera)

Eine schwarze Komödie, extravagant und kunstvoll. (La Repubblica)

Eine echte Alternative zu den sonst allgegenwärtigen Komödien. (La Nazione)

Komik à la Woody Allen und Regie à la Kaurismäki. (Il Giornale)

Sa. 27.4. – Di. 30.4. + Mi. 1.5. / 20:00

Luft / NEU IN BREMEN

Ein Wald, eine maskierte Person und ein Knall. Das Wild flieht, dem Jäger geht seine Beute verloren. Louk hat das Wild durch ihren Böller gerettet, doch nun ist sie auf der Flucht. Noch ein Knall – ein Zusammenstoß mit einem Mädchen, bei dem eine Brille zerbricht. Unter der Maske erscheint langes blondes Haar –ein flüchtiger Kuss und weg ist Louk. Zurück bleibt Manja, wie berauscht von diesem flüchtigen Moment. Es war Louk von ihrer Schule. Die furchtlose Louk, die sich von niemanden einschüchtern lässt.

Die darauf folgende emotionale Annäherung der unterschiedlichen Mädchen setzt auf eine verträumt melancholische Atmosphäre als auf kitschige Klischees. Anatol Schusters Filmdebut erzählt auf eigensinnige Weise von jugendlichem Leichtsinn, von der Liebe und der Eifersucht in einer entrückten Welt, die sich im Schwebezustand zu befinden scheint.

D 2017, Regie: Anatol Schuster, mit Paula Hüttisch, Lara Feith, Matthias Neukirch, 92 Min.

Zum Weiterlesen

''Von Beginn an liegt eine Leichtigkeit über diesem Film. Sich in 'Luft' auflösen, das kann man als Zuschauer gut, sich dem Rausch der sanften Bilder hingeben... Der Film ist ein beherztes Anpusten in die Fratze des Mainstream.'' Süddeutsche Zeitung

''Man kann diesen Film einfach nur spüren und genießen. Man kann mit ihm mitschwingen und sich mit jeder Pore von ihm durchdringen lassen. Er ist ein großes Wunder, das man bestaunen muss. Kino, das mit ganz wenig unglaublich viel bewegt.'' SWR2