Fr. 19.4., Mo. 22.4. + Di. 23.4. / 18:00

So. 21.4. / 20:30

Erbarme Dich! - Die Matthäus Passion / J.S. BACH

Entstanden ist die „Matthäus Passion“ im Jahr, als Bachs Lieblingssohn 27-jährig gestorben war. Bachs Erschütterung und seine künstlerische Verarbeitung über den Leidensweg Christis in der Passion berühren auch nach über 250 Jahren die Menschen und regen Künstler zu neuen Interpretationen an. Mit 200 Minuten Aufführungsdauer und einer Besetzung von Solisten, zwei Chören und zwei Orchestern ist sie Bachs umfangreichstes und am stärksten besetztes Werk und stellt einen Höhepunkt protestantischer Kirchenmusik dar. Als Cineast kennt man die Matthäus Passion bzw. genauer gesagt ihren Schluss vor allem aus zwei Filmen: Pier Paolo Pasolinis Jesus-Film gleichen Namens und Martin Scorseses Mafia-Epos „Casino“.

In seinem Film „Erbarme dich!“ versammelt der holländische Regisseur Ramón Gieling Musiker, Sänger, Maler, Tänzer sowie weitere Menschen und ihre Erfahrungen mit Trauer und Schuld, Leiden und Reue und Gott. Lose Struktur der Dokumentation ist eine Aufführung des Stücks, bei der Obdachlose die Rollen der Apostel übernehmen und zusammen mit professionellen Musikern und Sänger die einzelnen Szenen des Stücks nachzeichnen. In anderen Sequenzen kommen Interviewpartner ausführlich zu Wort, wenn sie von ihren persönlichen Bezügen zur Matthäus Passion berichten.

Niederlande 2015, Regie: Ramon Gieling, 99 Min., nl. OmU

Zum Weiterlesen

Bachs berühmtes Oratorium aus zeitgenössischer Perspektive
https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer

 

Eine andere Matthäus Passion: Die «Matthäus Passion» von J. S. Bach hat mit dem Film «Erbarme dich: Matthäus Passion Stories» des Niederländers Ramón Gieling eine eindrückliche und anregende moderne Interpretation erhalten.
https://der-andere-film.ch