Do. 4.4., Sa. 6.4. + So. 7.4. / 20:00

Bildbuch / JEAN-LUC GODARD

Regie-Legende Jean-Luc Godard beklagt mit zum Teil verfremdeten und zerstörten Bildausschnitten aus Filmen, Nachrichtensendungen und Handyvideos den Zustand der Welt. In den fünf Kapiteln seines wütenden Film-Essays entfaltet der 87-jährige Filmemacher seine Gedanken, die er mit realen und fiktiven Bildern aus Kriegen, von Gewalt und Toten beginnt. So reiht er Szenen von Atomexplosionen, Schlachten, Erschießungen, Folter, Mord und Totschlag aneinander. Godard klagt soziale Ungerechtigkeit an, nimmt Bezug auf den Kommunismus und gelangt schließlich in den Nahen Osten, wo er eine Geschichte über das fiktive Land Dofa erzählt, das keine Erdölvorkommen hatte und daran zugrunde ging.

„Nur das Fragment vermittelt Authentizität“, zitiert Jean-Luc Godard am Ende von „The Image Book“ den deutschen Dramatiker Bertolt Brecht. In seinem assoziativen Bilderfluss, in dem Bild und Ton oft asynchron angelegt sind, versucht Godard die Frage zu klären, ob das Kino zu fahrlässig mit Motiven von Krieg, Mord, Folter und Vergewaltigung umgeht? Gerade im Zeitalter von Fake News ruhen viele Gefahren in solchen Bildern.

Le Livre D’Image - F, CH 2018, Drehbuch & Regie: Jean-Luc Godard, 85 Min., OmU

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Bildbuch
Von Michael Meyns

„Nur das Fragment vermittelt Authentizität“, zitiert Jean-Luc Godard am Ende von „The Image Book“ den deutschen Dramatiker Bertolt Brecht. Wenn diese Aussage stimmt, dann wäre das im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes uraufgeführte Kino-Essay des inzwischen 87-jährigen Meisterregisseurs wohl einer der authentischsten Filme, die je das Licht der Leinwand erblickt haben.
http://www.filmstarts.de/kritiken/253724/kritik.html

 

Der alte Mann und das Schnittprogramm

Ist das jetzt große Kunst oder großer Schund oder einfach großer Schund, der sich als große Kunst tarnen will? Bei Godard schwanken Filme ja gern irgendwo zwischen Genie und prätentiöser Nervigkeit. Überwog in seiner Frühphase noch der Eindruck des ersteren, so kippt er in den vergangenen Jahren hin zu letzterem.
https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/bildbuch-2018