STUMMFILM

Der Stummfilm war nie stumm.
Es fehlten zwar die gesprochene Sprache und der Sound. Doch die Musikbegleitung ließ sich vieles einfallen, die Bilder zu untermalen und zu vervollständigen. Besonders die Live-Musikbegleitung entfaltet auch heute noch ihren Zauber bei der Aufführung der Filme im Kino.

Sa 14.12. / 20:30 * Stummfilm mit Livemusik-Begleitung durch Ezzat Nashashibi

Buddenbrooks

Thomas Buddenbrook, junger Erbe einer großen Kaufmannsfamilie, erhält den Auftrag seiner Heimatstadt Lübeck, ein großes Geschäft für die Hansestadt durchzuführen. Bei Nichteinhaltung des Termins riskiert er eine hohe Konventionalstrafe. Sein Bruder Christian, der ein Künstlerleben führt, kehrt in die Heimat zurück und arbeitet als Teilhaber im Geschäft. Bendix Grünlich, ein verschuldeter Geschäftsfreund, den Thomas Buddenbrook für reich hält, heiratet Tony, die Schwester der beiden Brüder.
Die vier Generationen umspannende Geschichte der großbürgerlichen Kaufmannsfamilie Buddenbrook in Lübeck wurde 1923 das erste Mal verfilmt. Die Filmadaption eines Buches von Thomas Mann war zugleich der erste wichtige Film von Gerhard Lamprecht. Thomas Mann hatte Lamprecht damals seine Drehbuch-Mitarbeit zugesagt, sich dann offenbar nicht weiter engagiert und das Ergebnis als "strohdummes, sentimentales" Filmdrama abgetan, so Dr. Manfred Eickhölter vom Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum

D 1923, Regie: Gerhard Lamprecht, mit Peter Esser Mady Christians, Alfred Abel